Naomi Novik – Das Dunkle Herz des Waldes. Fantasyroman

Der “Drache” herrscht über das kleine Tal, in dem Agnieszka lebt. Der sich selbst so bezeichnende Magier und Schutzpatron der Gegend tritt aber nur selten in Erscheinung. Doch alle zehn Jahre lässt er die in diesem Jahr zur Reife kommenden Frauen versammeln, um sich eine davon auszusuchen und mit in seinen Turm zu nehmen. In diesem Jahr zählt auch Agnieszka zu den Auserwählten. Kasia aus dem gleichen Ort gilt allerdings als die perfekte Kandidatin und deshalb macht sich Agnieszka dann doch mehr Sorgen um ihre Freundin, als um sich selbst. Denn keine der Frauen, die vom Drachen erwählt wurden, kehrten nach Abschluss ihrer Berufung unverändert zurück.

Was so vorhersehbar beginnt, denn natürlich wird Agnieszka gewählt – wer hätte es gedacht, entwickelt sich dann mit neuen und wunderbar einfallsreichen Ideen zu einem selten gelesenen Meisterwerk der Fantasy. Die Magie ist für Agnieszka mehr ein Gefühl als ein erlernbares Handwerk. Ganz im Gegensatz zu den anderen Magier der Welt, und damit so viel verständlicher für uns, die Magie auch nur fühlen und nicht lernen können. Gleichermaßen ist die dunkle Bedrohung, der Bösewicht der Erzählung, irgendwie nie richtig greifbar und doch erschreckend plastisch Teil des Tals.

Es dauert lange bis das Buch an Fahrt aufnimmt, aber wer sich durch die unklare Geschichte der ersten Kapitel arbeitet, wird das Buch schon bald nicht mehr aus den Händen legen können. Es ist ein bisschen so, wie der Hauptcharakter Magie wahrnimmt mit diesem Buch, und das ist das ganz große Können der Autorin.

Mir persönlich gefällt es nicht, wenn eine Welt, die zwischen den Buchdeckeln aufgebaut wird, in der gleichen Zeit auch wieder in sich zusammen fällt und am Schluss nicht mehr viel davon übrig geblieben ist. Es fühlt sich so endgültig an. Vielleicht geht es aber auch nur mir so, der Fantasien am Schluss auch wieder so aufgebaut hätte, wie es zu Anfang schon gewesen ist. Andererseits ist das endlich mal wieder ein Buch, was am Ende tatsächlich abgeschlossen ist und nicht mit dem ersten Kapitel des nächsten Buches endet. Das gefällt mir nämlich noch viel weniger.

Fack Ju Göhte – Das Musical

Wie steht es eigentlich um die Musiktheaterkultur in Deutschland? Das muss man sich zumindest fragen, wenn man feststellt, dass Münchens Musicalneuheit “Fack Ju Göhte” nach knapp 9 Monaten schon wieder eingestellt wird. Am Sonntag ist Schluss. Das erscheint noch unfassbarer, wenn man bedenkt, dass es posthum noch bis zu sieben deutsche Musicalpreise bekommen könnte.

An der Erzählung an sich kann es schon einmal nicht liegen, denn die ist identisch mit dem ersten Kinofilm: Der Kleinkriminelle Zeki Müller wird aus dem Gefängnis entlassen. Mit der frischen Luft der Freiheit in der Nase, hofft er in ein neues Leben zu starten – nur um festzustellen, dass seine Beute, die ihm dieses neue Leben ermöglichen soll, unter einer Schulturnhalle vergraben liegt. Beim Versuch die gerade frei gewordene Stelle des Hausmeisters zu bekommen, wird er ausversehen als Deutschlehrer eingestellt. Nach anfänglichem Chaos, findet er dann doch Gefallen am Lehrersein und ist auch der Einzige, der das Vorzeigeprojekt der Schule, die Theater-AG, noch retten kann.

Lisi, beruhig Dich, sei einfach du selbst. Ein Typ auf dem Sofa ist das Normalste der Welt.
— Frau Schnabelstedt

Das Stück wurde im Werk 7 in München aufgeführt, die Vergangenheitsform ist wohl angebracht. Man betrat den ehemaligen Teil der Pfanni-Werke und fand sich in einer Schulturnhalle wieder. So stark ist man selten in ein Stück eingebunden. Der Weg zu den Sitzplatzen aus Plastik führte über die Bühne. Später tauchen immer wieder Darsteller unter den Zuschauern auf und schon zu Beginn ist man immer wieder voll integriert (und damit pfeifen wir ab sofort auf die Vergangenheitsform). Zuerst kommen einzelne Darsteller auf die Bühne und stellen dort Sportgeräte ab. Nein, eigentlich hört man die Darsteller zuerst, wie sie sich für die Show anheizen. Dazu tönten immer wieder Ansagen der Rektorin aus dem Lautsprecher, zum Beispiel, dass Video- und Audioaufnahmen verboten sind. Langsam sammeln sich alle Darsteller auf der Bühne – einer bittet sogar eine Zuschauerin ihm eine Bank auf die Bühne zu tragen -, sie unterhalten sich miteinander und dem Publikum, bis es auf einmal einen Schlag tut, alle Lichter ausgehen, und man mit dem Holzhammer ins Stück katapultiert wird. In eine Gefängniszelle mit Zeki, die einfach mit einem Spotlight und einem fünfteiligen Sprungkasten dargestellt wird. Im ganzen Stück wird nur mit den bekannten Sportgeräten wie Kisten, Matten, Mattenwägen, Seilen und Sprossenwand gearbeitet und das funktioniert fantastisch.

Gleichzeitig merkt man den Darstellern neben der Spielfreude auch die Detailverliebtheit an, die sie sich nicht nehmen lassen. Beispielsweise zeigen Mobiltelefone immer die Funktion, die gerade im Stück auch gebraucht wird. Wird ein Selfie geschossen, ist man im Kamera-Modus und bei einer Skypekonferenz sieht man das Gesicht der Gegenstelle im Display. Das Ensemble spielt fantastisch zusammen, ist durchweg toll besetzt. Wenn man überhaupt etwas kritisieren will, dass nicht alle Akteure ihr volles Können zeigen dürfen. Regisseur Christoph Drewitz und die Darsteller haben dennoch wirklich Großes geleistet, eine absolut stimmige Komposition zu finden.

Apropos Komoposition: Musik. Da hat man bei Stage wirklich nicht gekleckert und sich neben dem Eigengewächs Kevin Schroeder, der schon vielfach Musicals für den deutschen Markt adaptiert oder erneuert hat, mit Simon Triebel und Nicolas Rebscher (der z.B. No Roots geschrieben hat) noch zwei Songschreiber oberster Güte geholt. Das merkt man den Songs auch an. Direkt das Erste, namens Frische Luft, klingt wie ein Stück, das auch Wincent Weiss veröffentlicht haben könnte. Alle Stücke haben Hitpotential, bleiben Tagelang im Ohr (wie das oben erwähnte Zitat von Frau Schnabelstedt, das ich jetzt schon drei Tage vor mich hinpfeife); alles wird live von einer kleinen Band eingespielt, die etwas versteckt oberhalb der Bühne sitzt und schon beim dritten Song Teil der Vorstellung wird.

Wir waren uns einig, dass wir da gerade das beste Musical jemals erleben durften. Jetzt und in Zukunft. Bleibt die Frage, warum das Stück dennoch gescheitert ist. Es wird gemutmaßt, dass das Marketing versagt hat. Anfänglich wurde die Show noch mit “Se Mjusicäl” beworben. Das wurde geändert. Zu teuer? Es gab zwei-zum-Preis-von-einem-Ticket Angebote, aber man muss zugeben, dass die Preise sich 10 bis 20 Euro zu teuer anfühlen ohne Ermäßigungen. Außerdem ist die Location nicht ganz einfach zu finden, mal abgesehen davon, dass München nicht als Musicalpilgerstätte bekannt ist. Anfänglich wussten wohl auch Taxifahrer mit dem Begriff Werk 7 oder Werksviertel Mitte nichts anzufangen. Trotzdem wurden eigentlich nur die Toilettenhäuschen außerhalb des Veranstaltungsorts bemängelt, obwohl man da ganz wie in einer US-Schule einen “hall pass” bekommen hat, um wieder rein zu dürfen. Aber all das erklärt nicht, warum ein paar Tage vor Ende der Aufführungen – ein neues Musical an gleicher Stelle ist bereits für 2019 angekündigt, denn Stage hat noch fast 10 Jahre einen Vertrag für die Halle abgeschlossen, es gibt also kein Zurück, auch wenn alle sieben Nominierungen beim Musicalpreis erfolgreich sind -, warum also sind heute noch Sitzplätze zu haben?

Solltet ihr also Musicals oder Musicalfilme mögen und diesen Beitrag noch rechtzeitig lesen: Geht hin! Wer weiß, ob man noch einmal die Chance bekommt, das beste deutsche Musical allerzeiten zu sehen. Natürlich nur, wenn nächstes Jahr nicht ein noch besseres anläuft, oder keiner mehr weiß, wie man Göhte schreibt.

Legion

Was musste nicht alles passieren, dass mich eine Serie so begeistert, dass ich dazu einen Eintrag verfassen muss. Immer wenn im Sommer die Rechnung für die Domain und den Speicherplatz im Postfach landet, denkt man noch, man müsste ja mal wieder. Aber dann stellt sich der große Westworld Hype selbst ein Bein mit unnötigem Gore und unnötiger Nacktheit. Selbst eine Klavierversion von “Black Hole Sun” kann der Serie nicht den Anschein nehmen, nur bei den Game of Thrones Fans abkassieren zu wollen, oder zumindest weit hinter den Vorstellungen und leider auch bei der Erzählung zurück zu bleiben. Abgesehen vom Blut, nackten Tatsachen und einem automatischen Klavier, welches einen Grunge Klassiker spielt, hatte aber auch zum Beispiel die Neuauflage der Gilmore Girls nicht so viel zu bieten, dass sich ein Eintrag lohnt. Vielmehr wird die große Freiheit dem Abschluss der Serie zum Verhängnis, weil eine zu lange Musicalnummer und eine unnötig psychedelische Szene den Gesamteindruck trüben.

Wie Begeisterung und Psychose richtig gehen zeigt nun eine als verwirrendes Kammerspiel beginnende neue Serie aus dem Marvel Universum: LEGI⊗N. Dabei liest sich die offizielle Episodenbeschreibung noch so unschuldig:

A troubled young man battling mental illness wonders if the visions he experiences are real following a strange encounter with a fellow patient.
— TV Guide Synopsis

Da könnte man zwischen einfacher Superheldenkost und epischer Erzählung alles erwarten, aber nicht das – jedenfalls wenn man das zugrunde liegende Comic nicht kennt, nehme ich an. Ich will eigentlich gar kein weiteres Wort zum Inhalt verlieren, nur soviel: Das ist alles grundsätzlich nicht neu. Die Pilotepisode bedient sich mit beiden Händen bei Filmen, Computerspielen und anderen Comics. Wir Zuschauer werden damit wieder mal an der Nase herumgeführt mit diesem stetigen Gefühl von deja-vu durch die visuellen Anleihen. Dazu die schnellen Schnitte oder dass auf einmal ein gesprochener Text auch als geschriebene Worte vor einem auftauchen, und dass man sich genau wie der Hauptdarsteller ständigt fragt, was eigentlich noch echt ist und was nicht. Besonders die erste Szenen, die den Gemeinschaftsraum der psychatrischen Klinik als Handlungsort inszenieren, haben dieses Kammerspielgefühl. Wie wenn sich im Theater der Vorhang öffnet und erst dann das Licht die Szene erhellt, gehen in der Einrichtung die Lichter an verschiedenen Stellen der Szene an, aber es sind bereits Leute dort, die sich so verhalten als wäre das Licht schon die ganze Zeit an gewesen.

Apropos Zeit. Das Wann, in dem sich die Geschichte abspielt, entzieht sich dem Greifbaren gleich mehrfach. Wir werden konstant, nicht nur in dieser Hinsicht, ausgetrickst. Die Kostüme und Requisiten bringen einen neben der Bildgewalt noch viel mehr ins Zweifeln. Was ist wirklich da und was nicht. Sitzt da wirklich jemand in der Zimmerecke oder passiert das nur im Kopf des Hauptdarstellers? Zuschauer austricksen ist an sich auch nichts Neues, aber wo man in der neuesten Sherlock Staffel selbst die windigste Wendung mit einem “ach, ok, ja, habt ihr uns wieder erwischt” abtut, ist die Unwissenheit und die Trickserei fast schon ein eigenständiger Charakter bei Legion. Dieses ständige Hinterfragen wird eben nicht nur dazu eingesetzt uns vorzuführen und aufzuzeigen wie intelligent die Drehbuchautoren sind, sondern ist die eigentliche Geschichte in der man sich langsam erarbeitet, was wirklich der wahrheit entspricht. Andererseits ist das aber auch ein absolut großartiges Drehbuch von Noah Hawley, der auch noch Regie geführt hat. Das ist der Mann, der die Serie Fargo geschaffen hat und auch hier neue Maßstäbe für Unterhaltung setzt.

Um so mehr muss man hoffen, dass die Erzählform der Serie auch weiter auf dem hohen Niveau bleiben kann. Viele Serien in jüngster Zeit scheiterten daran, die grundlegende Stärke weiterzuführen. Agents of S.H.I.E.L.D. baute schon noch ein paar Folgen dramatisch ab und man kann auch behaupten, dass sich Superheldenerzählungen in Serienform immer schwer getan haben. Um diesem Gedanken entgegen zu wirken haben die Produzenten aber angekündigt, dass es sogar noch verrückter werden soll. Wie immer muss man sich eben trotzdem darauf einstellen, dass wenn eine Formel gefunden ist, damit irgendwann nur noch die Erwartungen bedient werden. Wie bei Lost, Heroes oder eben beim Gilmore Girls Vierteiler, irgendwann weicht die Begeisterung einfach dem Kalkül. Hoffen wir, dass das hier nicht so schnell der Fall sein wird. Hoffen wir stattdessen, dass es auch weiterhin so mitreissend bleibt, das auf diesem Blog wieder Leben entstehen kann.

2015on45 – Der musikalische FM4 Jahresrückblick

Erneut ist ein Jahr vorbei. Erneut wurde Vorsatz gefasst, diese Seite mal wieder regelmäßig zu befüllen und sehr wahrscheinlich hab ich schon Morgen nichts mehr Neues zu erzählen. Glücklicherweise liefert FM4 in diesem Jahr wieder ein on45 zum Vorjahr, in dem vor einem Jahr noch das zwanzigste Senderbestehen gefeiert wurde. So hab ich zumindest heute was, woran ich mich gerne auch noch in ein paar Jahre erinnern will.

In diesem Jahr haben 16 DJs aus Österreich wieder ganz normal ihren Jahresrückblick 2015on45 aus der elektronische Musik und dem Hip Hop des Jahres 2015 gemixed. Am heutigen Abend werden die noch fehlenden sechs Mixe ausgestrahlt und die bereits am Sylvesterabend gesendeten wiederholt. Danach hat man ein paar Tage Zeit sich die durchgängig großartigen Mixe durchzuhören. Wie immer erkennt man dabei, wie viel man im letzten Jahr verpasst hat. Diesmal hab ich auch das Gefühl, dass die Musikauswahl von Beatport genau so viel verpasst hat. Jedenfalls finden sich viel mehr ungehörte Titel in den Elektro und Deep House Sets als in den Jahren zuvor. Selbst im Rap-Bereich hab ich dank der Rückkehr von Dendemann, Böhmermann und dem zweiten Frühling von Fatoni viel mehr mitbekommen.

Im Gegensatz zum letzten Jahr finden sich allerdings keine Mixe bei Soundcloud. Zumindest bisher herrscht noch Ebbe. Sobald die MP3s von der FM4 Seit verschwinden, könnte sich das aber durchaus noch ändern. Bis dahin muss man, wie üblich, den Netzwerktraffic mitlesen oder heute Abend den Stream mit-, Entschuldigung, einschalten.

Star Wars VII – Das Erwachen der Macht

Wie riechen eigentlich Wookies nach mehreren Monaten im All? Eine Frage die man wohl nie endgültig beantworten kann oder will. Dass man im neuen Star Wars die Auftritte der Altstars bereits einen Kilometer gegen den Wind riechen kann ist hingegen das Einzige was man dem Film ankreiden muss, selbst wenn man ein Stinkstiefel sein will.

Meistens ist es fast schon zu offensichtlich, wie die Geschichte der neuen und alten Charaktere erzählt wird. Viele Jahre nach dem Tod von Darth Vader greif erneut die dunkle Seite nach der Vorherrschaft in einer weit entfernten Galaxie. Die Geschichte der Rebellen und der Jedi sind indes zur Folklore verkommen und nur noch Wenige sind überhaupt auf der Suche nach Luke Skywalker. Während das als Erste Ordnung agierende Böse kurz vor der endgültigen Machtergreifung steht, soll nur noch Skywalker die Wende bringen können. Eine Karte im Speicher des niedlichen neuen X-Wing Steuerroboter BB-8 findet mit einem geläuterten Sturmtruppler zur Metallsammlerin Rey. Natürlich ganz stilecht auf einem Wüstenplaneten. Und schon von der ersten Minute an spürt man ein Flirren von Macht in der Luft, denn es gab ein Erwachen.

Ähnlich stark flirrt die Luft in den Szenen bevor sich die bekannten Charaktere der Geschichte anschließen. Das liegt zum großen Teil daran, dass Regie-Legende – kann man jetzt wohl ganz klar sagen – J.J. Abrams sehr viel Liebe, Detailfreude und Plastizität in den Film gebracht hat, der damit viel mehr an die Teile vier bis sechs erinnert als an die Hochglanzepisoden eins bis drei. Während er das Star Trek Universum vollkommen umgekrempelt hat (und für mich weitestgehend ausgelöscht worden ist) erhalten wir hier keinen Action-Reboot sondern eine Rückbesinnung. Sets, Figuren und Roboter wurden gebaut und nicht nur im Computer erschaffen. Es ist immer noch der pure Bombast, der aus dem Film spricht. Riesige Kulissen werden jetzt aber nicht mehr nur mit grünem Stoff bezogen. In den unförmigen Ausserirdischen stecken auch Fans wie zum Beispiel Simon Pegg, deren Gesicht man noch nicht einmal sieht (und mir ist auch das angeblich so offensichtliche Cameo von Daniel Craig nicht aufgefallen). Es spielen nicht mehr nur die mit Tischtennisbällen beklebte Ganzkörperanzüge aber eben nicht ausschließlich. Der Mix aus Greenscreen Kulissen und Andy Serkis Schauspiel mit dem gelungenen Versuch den Schauspielern wieder reale Orte und Personen gegenüberzustellen geht auch für die Zuschauer vollkommen auf.

Es ist vielleicht sogar ein bisschen Absicht, diese leicht vorhersehbare Geschichte dem Gefühl eines Star Wars Films der alten Klasse unterzuordnen. Es erscheint wichtiger in den Flaggen von Maz Kanatas Burg Anakins Pod Racer Flagge unterzubringen als die Story etwas weniger durchschaubar zu gestalten. Andererseits wird nicht der Fehler gemacht, ein Pod Rennen der Geschichte hinzuzufügen, weil das ein George Lucas ganz interessant finden würde. Der frühere Herr des Star Wars Universums hat immerhin mittlerweile die Aussage wieder zurückgenommen, dass er es bedauerlich findet, dass der Film so wenig innovativ sei. Klar, da ist ein Wüstenplanet, ein Eisplanet und ein Millenium Falke, aber da ist eben kein Geruch von feuchtem Wookiefell. Wenn überhaupt, dann ist da der Geruch von Kernseife und keine Glanzspülung in der Galaxie. Da ist einfach nur ein waschecht guter Film.