Comic-Con 2010: Visionaries Panel mit J.J. Abrams und Joss Whedon
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Cool Guys Don't Look At Explosions
On a side note: Will Forte hat das Script zu einer Kinoversion des wiederkehrenden SNL-Sketches "MacGruber" (in Anlehnung an MacGyver, nur dass MacGruber grundsätzlich am Entschärfen der Bombe scheitert: Beispiel) fertig und das Ding soll tatsächlich in Produktion gehen. Forte sagt aber auch, dass das ganze nicht so sein wird, wie man sich das jetzt vielleicht vorstellt - also kein Film der 90 einminütige Situationen zeigt, wie MacGruber seine kläglichen Versuche Bomben zu entschärfen verbockt. (via)
Condé Nast Deutschland hat es geschafft die Wirtschaftskrise zu überstehen. Einer der Titel, der dabei zuvor unter die Räder kam, ist die deutsche Ausgabe der "Vanity Fair". Jetzt wo die Zahlen aber wieder stimmen, wird über die Neuauflage eines monatlichen Printmagazins unter diesem Namen nachgedacht - die Vanity Fair Website wurde schließlich trotz fehlender Papierausgabe weitergeführt. Auch denkt der Verlag - und das ist ein bisschen untergegangen - offen über eine deutsche Ausgabe des US-Geek-Magazins "Wired" nach.Es stellt sich die Frage, ob deutsche Geeks überhaupt als Zielgruppe in Frage kommen und wie zahlreich die - wir - überhaupt sind und wie gewillt, ein Magazin zu kaufen, dass den Titel "Wired" trägt, aber deutsche Beiträge beinhaltet. Die Kopie des US-Konzepts oder das Übernehmen von US-Artikeln steht eigentlich außer Frage. Deutsche Geeks sind zum großen Teil des Englischen mächtig und würden ein derartiges Vorgehen als genau so falsch ansehen, wie die Synchronisierung von Serien und Filmen. Gleichzeitig kann der deutsche Geek nicht mit amerikanischen Stereotypen, die in Wired bedient werden, verglichen werden.
Wenn man die amerikanische Ausgabe festlegen will, findet man darin Film, Fernsehen, Mathe, Physik, Astronomie, Sozialismus, Psychologie, Popkultur, Science-Fiction (auch wenn man damit vermutlich immer noch falsch liegt). In Deutschland gibt es dagegen fünf wichtige Punkte der Geek-Kultur: Science Fiction, Fantasy (inklusive Rollenspiele), Japan (Manga, Anime, J-Culture), Kunst (Artwork, Fotografie) und lustige Videos. Der wissenschaftliche Part ist, meiner Meinung nach, bei weitem nicht so ausgeprägt. Ich blicke da schon ein bisschen in Richtung Nerdcore . Gleichermaßen gehören aber auch das Thema Computer- und Konsolenspiele, Web, Politik, Programmieren, Kochen, Reisen, Berlin, Zombies und so weiter und so fort dazu. Das unterteilt sich in Deutschland aber eher in einzelne Gruppen. Perry Rhodan Leser haben weniger für knallbunte Manga und Anime übrig. Geeks mit hohem Grafik, Kunst, Kultur, Fotografie-Interessen sind in den Thematiken Science-Fiction und Fantasy dann doch weniger zuhause. Einer meiner Programmierer-Kollegen hatte noch nicht einmal "Hitchhikers Guide" gelesen - Duh!
Der Inhalt einer deutschen Wired müsste für den deutschen Markt geschrieben werden, aber trotzdem ähnlich große Geschichten erzählen. Man möchte sich aus dem deutschen Magazin-Markt bedienen (SpaceView, CT, Neon, Dummy) und sich ein Wired zusammen bauen. Aber das ist der falsche Weg. Neue Ideen, neue Inhalte und ungewöhnliche Themen-Kombinationen zeichnen das US-Magazin aus. Berichte über die neueste Filmkamera vom Oakley-Gründer, die einfach nur "The Red" heißt, ein Bericht über den Erfolg von deutschen Brettspielen, im letzten Monat eine komplette Ausgabe zum Thema Geheimnisse, Puzzle und Magie (Chefredakteur der Ausgabe J.J. Abrams) und in diesem Monat - ganz umgekehrt - das große Thema New Economy.
Die einzige Frage, die ich beantworten kann ist die, ob ich das Magazin kaufen würde. Und diese Frage beantwortet jeder gleich: Klar schau ich mal die Erstausgabe rein. Das habe ich mit der Vanity Fair genau so gemacht, weitergelesen habe ich aber nicht. 11 Euro für die Import-Wired vom internationalen Buchladen im Hauptbahnhof München lohnen sich fast jeden Monat. Zweifuffzich oder so für eine deutsche Ausgabe sind doch eigentlich noch drin. Allerdings bekommt man dafür im Freibad ne Portion Pommes und 10 Cola-Kracher.
"Fringe" ab 16. März bei Pro7
Die Serie startet nämlich alles andere als langsam, wenn es um die Brutalität geht. Das Opening der Show endet damit, dass sich einem Co-Piloten der Kiefer auflöst und die Plörre, die einmal dessen Kopf war, wie Wachs an seinem Körper herunterläuft. Würde die Serie wirklich zur Prime Time ausgestrahlt, wäre es zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal 20:20 Uhr. Ob da der Jugendschutz mitspielt? Es wurde sogar vermutet, dass manche "Fringe" Episoden erst ab 16 Jahren freigegeben werden können. Schon zur Meldung, dass Pro7 schnell mit der Serie startet, wurde vermutet, dass eine frühe Ausstrahlung nur mit geschnitten Szenen möglich sein kann.
Im Gegensatz zum pfeilschnellen Kadaver-Produzieren, geht es die Serie zudem sehr langsam in der, sagen wir mal, Kundenbindung vor. Richtig gefesselt ist man erst ab der vierten Episode, wenn der Charakter des "Observers" eingeführt wird. Hat Pro7 eingeplant, eine Serie mit schwindenden Quoten - denn genau das ist in den USA passiert - auf einem Prime Time Spot zu halten? Selbst Abrams Produktion "Lost" hat in Deutschland immer noch einen ziemlich schweren Stand beim Sender mit der roten Sieben, da die Serie kaum den Tagesdurchschnitt bei den Zuschauerzahlen halten kann. Man kann nur hoffen, dass Pro7 durchhält, und dass die Akte-X Fans, die den Sender einst groß gemacht haben, mehr Interesse an "Fringe" zeigen, als am Insel-Mysterium.
Egal wie es ausgeht, eigentlich will ich gar nichts gesagt haben. Pro7 war immer ein Sender, der sich etwas traut. Mit deutschen Eigenproduktionen hoher Qualität und mit der Platzierung von gewagten Serien im Haupt-Abendprogramm. Es würde mich nicht wundern, wenn es irgendwann einmal dieser Sender ist, der als Erster mit kaum einem Tag Verzögerung US-Serien ausstrahlt. Mit der Programmierung von "Fringe" ist er auf dem besten Weg dahin und das ist alles andere als einfach. Das ist mutig. (via)
"Fringe" in der realen Welt

Fringe - Am Rande der Wirklichkeit
Wenn Fringe bei Pro7 anläuft, wird sicher ein deutscher Zusatz im Programm stehen. Die Überschrift ist nur ein Vorschlag. "Fringe" heißt übersetzt soviel wie "Rand" oder "Randbereich". "Fringe Science" bezeichnet man im Deutschen als Grenzwissenschaften. Nachdem nun beinahe die Hälfte der ersten Staffel ausgestrahlt wurde, ist aber immer noch nicht klarer, von was für einem Rand die Rede ist. Handelt es sich um den Randbereich der Realität, um den äußersten Bereich der bekannten Wissenschaften, der bereits ins Unglaubliche übergeht, oder befinden wir uns bislang nur am Rand der Wahrheit? Alles trifft zu. "Am Rand" wäre wohl die treffende Übersetzung.Im Mittelpunkt der Serie von "Lost" Schöpfer J.J. Abrams steht die FBI Agentin Olivia Dunham (Anna Torv), die erkennt, dass sie von der Wahrheit und von der Wirklichkeit weiter entfernt ist, als sie geglaubt hat. Das beginnt mit dem Ausbruch eines rigorosen Kampfstoffes in einem Flug von Hamburg nach Boston. Das Gift zersetzt Fleisch und Knochen - für Dunham ist das der unglaublichste Vorfall ihrer bisherigen Karriere. Für das FBI nur ein weiterer Fall des "Musters". Einer Gruppe von Personen - so die Annahme -, deren Ziele unbekannt, deren Spielfeld aber die Welt und die darin lebenden Menschen sind.
John Scott (Mark Valley), Olivias Partner und Geliebter steckt sich mit der fleischzersetzenden Krankheit an. Nur ein institutionalisierter und psychisch mehr als labiler Grenz-Wissenschaftler, könnte den Zerfall ihres Freundes aufhalten. Doch zuerst muss Dr. Bishops Sohn davon überzeugt werden, dass er seinen Vater, mit dem er seit Jahren kein Wort gewechselt hat, erlaubt, die Anstalt zu verlassen. Letztendlich kann er dazu bewegt werden und nur eine riskante, grenzüberschreitende Aktion kann das Leben von John retten. An Verschwörungstheorien denkt Olivia nicht mehr, als sie ihr eigenes Leben einsetzt. Nur um am Ende tief verstrickt in ein Netz des "Musters" wieder zu sich zu kommen. Und das obwohl sie kaum die Oberfläche angekratzt hat. Sie hat noch nicht einmal die Grenze überschritten. Sie steht noch am Rand.
Abrams geht diese Mystery-Serie ganz anders als "Lost" oder "Alias" an. Der Zuschauer wird nicht schon zu beginn in ein komplexes Netz aus Verschwörungen und Unfassbarem geworfen, wie es in seinen früheren Serien der Fall war. Stattdessen glaubt man am Ende der ersten Folge eher, sich in einer weiteren Krimi-Serie zu befinden, in der ein Spritzer Mysterium eingefügt wurde, um die Zuschauer bei der Stange zu halten. Man glaubt, eine Serie wie alle die Anderen dieser Art, die in dieser Saison angelaufen sind, zu sehen. Mit dem Verlauf der ersten Staffel offenbart sich Abrams aber immer mehr, und eine Serie wie "11th Hour" oder "The Mentalist" erscheinen auf einmal ziemlich blass. Interessanterweise waren diese Inhalte, die "Fringe" zu etwas Besonderem machen, auch schon in den ersten drei Folgen vorhanden, bevor man mit dem "Observer" konfrontiert wird. Sehr trickreich, wie nicht nur Olivia, sondern auch der Zuschauer hinters Licht geführt wird.
Dabei ist selbst die Beleuchtung der Serie ein Hinweis. Immer wieder sieht man gelbe Lichtkegel, blaues Schimmern beziehungsweise das blaue Überstrahlen einer Lichtquelle. Manchmal bricht das Licht dabei aber auch die Farben Grün Grün Grün Rot und auch an anderer Stelle - wie zum Beispiel in der Fantasie-Sequenz - sieht man drei grüne und einen roten Punkt in Reihe. Dazu tauchen immer wieder handschriftliche "A" Symbole auf, in Muster gelegte Dominosteine ... in jeder Episode wird zudem ein Hinweis auf die Nachfolgende gegeben, ohne das es einem offensichtlich wird. Brillant auch, dass der in der vierten Episode eingeführte Charakter des "Observer", der in der fünften Episode nochmals auffällig gezeigt wird, in Wirklichkeit in jeder Folge mindestens einmal zu sehen ist. Sei es auf dem Frankfurter Flughafen (überhaupt bestehen häufige Verbindungen nach Deutschland) oder im Hintergrund einer ansonsten unauffälligen Szene - gerne auch unscharf. Nur offensichtliche Hinweise zum Geheimnis der Serie werden in den jüngsten Folgen etwas offensichtlicher dargestellt, oder sogar speziell präsentiert, wie die Bilder, die zur Halbzeit und zum Ende jeder Folge gezeigt werden (halber Apfel, Seepferdchen, Blatt, der Handabdruck) und bislang keinen Sinn ergeben.
Man muss sich nicht nur auf die Serie "Fringe" einlassen. Es gilt, sich intensiv mit jeder Folge zu beschäftigen, um auch alle Hinweise zu entdecken; zum Beispiel bei den Fringe Bloggers oder im noch etwas mageren Fringe-Wiki. Mehr noch als bei "Lost". Und das ist auch der Hauptkritikpunkt an der Serie. Während man im Hintergrund nach glatzköpfigen Anzugträgern oder Symbolen sucht, übersieht man manchmal auch die Handlung im Vordergrund. Andererseits entwickelt sich dadurch die Einschaltquote der Serie, jeder will zuerst den Auftritt des "Observers" oder gemeine Freeze-Frame Sequenzen entdecken. Wenn man sich auf "Fringe" einlässt, verfängt man sich wieder einmal im Hinweis-Dschungel.
Obwohl die Zuschauerzahlen noch nicht überragend sind, hat FOX die Serie auf eine volle Season verlängert. Mittlerweile sage ich: Vollkommen zu recht.
Six Degrees

Man fühlt sich wie ein Totengräber. Erst wird Jericho nach einer wenig erfolgreichen Exhumierung wieder eingebuddelt, Jezebel James wurde wie vermutet nach Ausstrahlung der dritten Folge eingemottet und letzte Woche strahlte ABC die dreizehnte und letzte Folge der Serie Six Degrees aus.
Alle drei Serien haben Eins gemein. Sie sollten etwas großes werden, stürzten aber in ein kreatives Loch und/oder in ein Quotentief. Jericho sollte eine epische Erzählung werden, Jezebel James ein neues Gilmore Girls und Six Degrees, naja, der typische J.J. Abrams Hit. Wie sich aber bereits im letzten Jahr herausstellte, war die Serie mehr oder minder ein Zuckerl für Abrams, der als ausführender Produzent an der Serie arbeite. Ziel war nicht noch eine grandiose Serie zu platzieren, sondern Abrams seinem bisherigen Arbeitgeber abzuschwatzen. Dementsprechend wenig pflegte man scheinbar die Serie. Anstatt der erwarteten Cliffhanger-Galore der TV-Saison 07/08 erhielt man eine ruhige, anspruchsvolle Serie über sechs New Yorker und wie sich deren Leben überschneiden. Nach sinnbildlichen sechs Folgen zog ABC das erste mal den Stecker und setzte Men in Trees auf den Sendeplatz von Six Degrees.
Im Anschluss an den Writers' Strike sind die verbliebenen Episoden ausgestrahlt worden. Offenbar bestand sogar eine Möglichkeit auf eine Verlängerung der Serie um eine zweite Staffel. Mit der letzten Episode teilte ABC aber mit, dass Six Degrees nicht im Herbst zurück kommen wird. Es wird erwartet, dass die Produktionsfirma sich in Kürze dazu äußerst, wieviele weitere Cloverfield Teile vom wieder zur Verfügung stehenden Budget entstehen werden. Mensch, und bis hierhin war es ein sarkasmusfreier Text.
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