Comic Con 2009: Gemischtes (1)
Zuerst waren es nur Vermutungen, aber letztendlich bewahrheitete sich das Gerücht, dass Anime-Altmeister Hayao Miyazaki die San Diego Comic-Con 2009 besuchen wird. Das Affenheimtheater hat einen Mitschnitt dazu ausgegraben, den man sich als Fan des japanischen Zeichners, Regisseurs und Drehbuchschreibers nicht entgehen lassen darf.
Nach "Boston Public", "House" und "Pushing Daisies" war die große Frage in diesem Jahr, welche Serie Chi McBride im Herbst als Schauspieler unterstützt. Es handelt sich um "Human Target", in der Mark Valley ("Fringe") die Hauptrolle gibt. Und die Serie soll auch noch richtig gut sein, wie End of Show weiß. Auch Elizabeth Mitchells neue Serie "V" und Ian Somerhalders (beide "Lost") neue Show "Vampire Diaries". Besonders das Remake zu "V" scheint noch ein bisschen an sich bauen zu müssen. Da schneidet die "Dawson's Creek mit Vampiren"-Serie von Somerhalder etwas besser ab. Obwohl mich persönlich dieser Kommentar ja eher abschreckt.
Ein Panel von dem man ebenfalls wenig gehört hat, ist das der neuen J.J. Abrams Mystery-Serie "Fringe". Dabei war das Ende der ersten Staffel doch so ein massiver Schock, dass man eigentlich gedacht hatte, dass auf der Comic-Con nun richtig die Werbetrommel gerührt wird. Wenigstens die Fringeblogger berichten ausführlich.
Jasika Nicole (Astrid) revealed, “I was told Astrid’s getting out of the lab this season, more than three times, to do cool things. I don’t have details, but I’m thinking a gun and handcuffs.”Die Aufmerksamkeit an den britischen Teilnehmern der Convention ist dagegen groß. Der scheidende "Doctor Who", David Tennant gibt zu dem ausführliche Interviews, wundert sich über die Comic-Con und darüber, dass so viel von dem "Doctor Who" Panel erwartet wurde.
— Fringebloggers
"I've heard we're supposed to announce a Doctor Who movie," Tennant explained. "Or, I'm supposed to be playing The Hobbit. But we're just here to promote the specials."
— TV Squad
Upfronts: Abgesetzt und Verlängert
Die Vermutungen beginnen bei "Bones", "American Dad", "Lie to Me" und "Fringe". Besonders die letzten beiden sind demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine weitere Staffel beim US-Sender zu sehen - das dürfte auch die deutschen Sender begeistern, die mit beiden Serien gute Quoten einfahren, beziehungsweise für den Newcomer "Lie to Me" einfahren könnten. Für "Terminator: The Sarah Connor Chronicles" und Joss Whedons "Dollhouse" sieht es hingegen gar nicht gut aus. Michael Ausiello will gar von einem Offiziellen des Senders erfahren haben, dass die Terminator TV-Serie nicht mehr wiederkehren wird. Die gleiche, ungenannte Quelle gab zudem an, dass "Dollhouse" noch nicht abgesetzt sei. Eine Verlängerung oder Absetzung werde aber frühestens am 17. Mai zu den Upfronts bekannt gegeben.
Dollhouse is not canceled. With the exception of this Friday due to Prison Break's return, Dollhouse will continue to run as scheduled in its Friday time slot leading up to its first season finale on Friday, May 8th. A decision regarding a second season would be announced at the network's Upfront Presentation on May 18.Andere Meldungen über vermutete und bestätigte Fortsetzungen oder Absetzungen im Folgenden:
— io9
- NBC verlängert "Law & Order: SVU" (via)
- AMC verlängert "Breaking Bad" (via)
- Die Produzenten von "Reaper" sind beim Produktionsstudio von FOX unter Vertrag genommen worden, um eine Supernatural-Dramedy umzusetzen, was eine Absetzung der teuflischen Serie sehr wahrscheinlich macht (via)
- Über eine "Chuck" Verlängerung hat man bisher noch immer nichts gehört. Die Gerüchte über eine mögliche Weiterführung der Serie bei den Sendern TheCW oder USA Network wurden allerdings entkräftet. (via)
(Bild: Pixelio.de / fisch777)
Dollhouse: Wird Joss Whedons Show auf dem Dachboden verstaut?
Um etwas einzureißen, muss man es erst aufbauen. Was für "Fringe" gilt, ist auch eines der Grundprinzipien der neuen Joss Whedon Serie "Dollhouse". Dass der langsame Aufbau das Franchise in eine arge Bredouille bringt hatte Whedon selbst vorhergesehen und angekündigt, dass man erst ab der sechsten Folge der ersten Staffel mit richtigen Krachern rechnen solle. Fans des Autoren hatten eine ähnliche Vorahnung und starteten schon weit vor Ausstrahlungsbeginn erste Petitionen zum Erhalt der Serie. Leider zu recht, wie sich nach neun ausgestrahlten von insgesamt dreizehn produzierten Episoden zeigt.Nun, wo die Absetzung droht, sammeln sich die Whedon-Kritiker und Fans gleichermaßen und fragen sich, warum der Buffy-Schöpfer trotz dem Debakel mit "Firefly" erneut beim US-Sender FOX einen Vertrag unterschrieben hat. Der kündigte nämlich an, die offenbar von Whedon und den Produzenten auf eigene Faust umgesetzte dreizehnte Episode der Serie nicht mehr auszustrahlen. Die georderten dreizehn Folgen beinhalte aufgrund des komplette Reshoots der Pilotepisode nur zwölf reguläre Episoden und den doppelten Pilotfilm. Zudem behält sich der Sender vor, erst im Mai über eine Verlängerung oder Absetzung der Serie zu entscheiden. Und das gerade jetzt, wo eine ganze Menge Schwung in die Serie gekommen ist.
"Dollhouse" hätte auch eine simpel gestrickte, sehr episodenlastige Serie werden können. Jede Woche sollte Eliza Dushku in eine andere Rolle schlüpfen und einen ganz neuen Charakter spielen. Ganz dem Procedural-Prinzip folgend, hätte man jede Woche dem Doll "Echo" ein bisschen Backstory verpasst, was man bei einer Verlängerung auf eine zweite Staffel aber vermutlich relativ schnell wieder aus den Augen verloren hätte. So weit zumindest die Vermutung, warum FOX sich für das Serienkonzept entschieden hat.
Dass Joss Whedon ein simples Procedural umsetzt und über Jahre führt hatten seine Fans allerdings nie geglaubt. Eigentlich erwarteten sie bereits mit der zweiten Episode einen Bruch mit dem Konzept der Show. Stattdessen lies sich der Erfinder des "Dollhouse" sehr viel Zeit bei der Einführung der Charaktere und reicherte Woche um Woche die Hintergrundgeschichte mit neuen Geheimnissen an. Die Fans im Internet folgten dieser langsamen Einführung allerdings nicht. Wo bei "Fringe" schon ab der ersten Woche Vermutungen und Screencaps gesammelt wurde, sammelten sich zu "Dollhouse" nur leidlich interessante Kommentare über die Qualität der Serie und nicht über deren Inhalt.
Man erhoffte die von Whedon angekündigte Game-Changer Episode Sechs. Aufgrund des fehlenden Interesses daran, die gezeigten Dinge zu hinterfragen, blieb die Folge ein ziemlicher Rohrkrepierer. Vor allem aber einer, der zum ersten mal nicht mehr die vier Millionen Zuschauer Grenze erreichen konnte, wie die mehr oder weniger episodenbasierten Folgen zuvor.
Dabei begann mit dieser Episode Sechs und den nachfolgen der große Kehraus. Mehrere Charaktere wurden abserviert und vom Procedural-Konzept blieb nicht das geringste übrig. Trotzdem fragt sich im Internet niemand, was mit "Alpha" geschehen ist, was der Dachboden ist und auch nicht welchen wahren Zweck das "Dollhouse" verfolgt. Es scheint fast so, als hätten all die, die bei Serien wie "Lost" oder "Fringe" nach jeder Folge bis ins kleinste Dateil mit der Analyse beschäftigt sind, nicht das geringste Interesse am Mysterium "Dollhouse".
Deshalb hat in meinen Augen die viel schwächere Serie "Fringe" auch die volle Season-Order und, möglicherweise, auch die gar nicht mehr so unwahrscheinliche Verlängerung um eine zweite Staffel erhalten. Das Procedural-Prinzip blieb dort erhalten und wurde durch Mysterie-Zusätze ergänzt, die für unregelmäßige Zuschauer aber nicht störend auffallen. Gleichermaßen wachsen aber die Verschwörungs-Blogs, die nach jeder Folge die Hintergründe, Zeichen, Anspielungen und den Observer aufzudecken versuchen. Anna Torv in Unterwäsche reichte hinsichtlich des Sex-Appeals der Serie offenbar auch vollständig aus.
Allem Anschein nach wird "Dollhouse" also eine kleine Miniserie bleiben, die nur dreizehn Folgen umfasst. Wobei es noch nicht einmal gesichert ist, dass die dreizehnte Episode ("Epitaph One") überhaupt auf der DVD landet. Es ist fraglich, so Gaststar Felicia Day, ob FOX die Postproduktionskosten übernimmt, die nötig sind, die Folge für die DVD-Box aufzubreiten. Das wäre bitter, denn entgegen erster Vorzeichen sollen in dieser mit Videokameras (in der Serie wurden Filmkameras verwendet) gedrehten und in einem andere Setting gelagerten Episode viele der von der breiten Masse der Fans verschmähten Geheimnisse angegangen und sogar irgendwie aufgedeckt werden.
Nicht gerade überraschend, dass Joss Whedon kürzlich sehr pessimistisch über eine Verlängerung der Serie sprach und offenbar auch stark den Eindruck vermittelt hat, dass "Dollhouse" bereits abgesetzt sei. Ob die Serie mit einem Kinofilm oder einer Comic-Serie abgeschlossen wird, traute sich indes noch niemand zu fragen. (via)
New York Comic Con 2009 (7) Roundup
Die gesamte Cast (ohne den wohl geheimnisvollsten Darsteller der Serie) war auf der New York Comic Con 2009 zugegen. Ich spreche von J.J. Abrams neuer Serie "Fringe". Neben dem Observer fehlte aber auch deren Schöpfer. Trotzdem konnte die Cast und Produzent Jeff Pinkner ein bisschen mehr zu den Geheimnissen der Serie und welche Ereignisse uns in den nächsten Wochen noch erwarten werden verraten. Neben der Zusammenfassung von Newsarama gibt es aber auch ein paar Videos des Panels. Wie für alle Panels verlinke ich diesmal die nicht einzeln, sondern als YouTube Playlist.
Joshua Jackson shared a story about how during the Eagles-Giants playoff game last month, he was sitting in the upper deck of Giants Stadium on a bitter cold day, when he noticed The Observer on standing on the sideline!
Pinkner added that Fox tried but failed to get The Observer on the platform behind President Obama during the Inauguration. No, he wasn’t joking.
— Newsarama
Das Playlist Feature benutze ich vor allem wegen einem Mitschnitt des "Torchwood" Panels. Anstatt mehrere, längere Videos online zu stellen, wurden 20 kleine Videos beim Videoportal eingestellt. Selbst in Sammlung ist das immer noch nicht ganz so angenehm zu gucken, ich gehe allerdings nicht davon aus, dass hier noch ein besserer Mitschnitt erscheint. Da wir die Zusammenfassung bereits gestern hatten, ohne weitere Vorrede: NY ComicCon 09 Torchwood Panel Snippets.
Gut, also "Dollhouse". Die Seite Buffyfest hat das vollständige Panel als Video verfügbar (nebenbei bemerkt war mir gar nicht klar, dass es Google Video immer noch gibt). Nichts wäre passender, denn der gesamte Sonntag in New York glich einem Joss-Fest. Zumindest auf der ComicCon soll fast jeder zweite entweder im Buffy-Kostüm, mit Firefly-Jane-Pudelmütze oder gar im vollem Brown-Coat Anzug auf der Convention unterwegs gewesen sein. Viel neues gibt es nach den Vorab-Interviews vom Panel allerdings nicht zu berichten, wie die Zusammenfassung von End of Show zeigt. Wobei ... eine kleine Sache wäre da dann doch.
The rest of the panel is spent discussing Battlestar Galactica (there is a running gag with Joss blaming Tahmoh for his character’s decision to let Baltar take his place on the raider that took survivors back to he ship).Eine interessante Information hat Pop Candy der USA Today am Rande der Convention von Ellen Muth ("Dead Like Me") aufgeschnappt, die mit bedruckten Klodeckeln den kommenden Direct-to-DVD Film "Dead Like Me: Life After Death" promoted hat. Vielleicht war besagte Klobrille auch das am meisten gefragte Fan-Item der Veranstaltung.
— End of Show
There was also quite a bit of promotion for Dead Like Me: Life After Death, the straight-to-DVD movie that continues Showtime's canceled series. I chatted with star Ellen Muth, and she told me she didn't believe the movie was going to happen until they actually started shooting.Ein bisschen enttäuscht war ich vom "Chuck" Panel. Nur die Schöpfer der gebeutelten Reihe Josh Schwartz und Chris Fredak waren neben Hauptdarstellerin Yvonne Strahovski. Mit im Gepäck hatte sie aber einen - noch nicht online verfügbaren - Teaser zu den kommenden Folgen. Besonders der Auftritt von Darsteller Scott Bakula im Trailer, der eine ganze Latte weiterer Gast-Darsteller zeigte, sorgte für Aufregung im bis zum bersten gefüllten Panel-Raum, wie Alan Sepinwall zu berichten weiß. Nach der großartigen Coverage der San Diego ComicCon enttäuscht NBC allerdings ein bisschen und hat kein Videomaterial von der Convention veröffentlicht. Bei YouTube finden sich aber ein paar verhältnismäßig gute Ausschnitte des Panels - Zusammengefasst in der folgenden Playlist.
"It was so nice because the cast just kind of came together again as though we'd never been apart," she says. She added that if the movie is received well, more films could follow.
— Pop Candy
Die wohl wichtigste Frage findet sich in diesen Videos zumindest ansatzweise beantwortet: Wird es mit "Chuck" weitergehen? Schwartz verrät, dass NBC die Show massiv um den Super Bowl herum promoted habe und Zusammenarbeite immer ausgezeichnet gewesen sein. Rechnet man die Übertreibung heraus und addiert die Vermutung von TVbytheNumbers, stehen die Chancen immer noch gut, dass es eine weitere Staffel geben kann. Auch io9 hat das Panel zusammengefasst und einen kleinen Ausschnitt veröffentlicht. Zusätzlich finden sich beim Sci-Fi Portal ein kurzes Interview mit den genannten Personen, welches hinter den Kulissen der Convention aufgenommen wurde (ziemlich leise).
Zu guter letzt habe ich noch zwei Playlists aus Videos erstellt, die nicht direkt mit Fernsehen zu tun haben. Zum einen hat, wie bereits erwähnt, Schauspieler und Comic-Fan Milo Ventimiglia ("Heroes") den Comic "Berserker" vorgestellt, an dem er mitgewirkt hat. In den kurzen Ausschnitten zum Panel wird auch ein kleiner Filmausschnitt gezeigt, in dem man zwar nicht das geringste erkennt, der aber irgendwie mit einem Kinofilm von ihm zu tun haben soll. Wer da genaueres weiß, darf sein Wissen in den Kommentaren preisgeben. Hier die Playlist mit den Videos des kleinen Panels: NY ComicCon 09 Berserker Panel Ausschnitte.
"Terminator: Salvation" wird der vierte, fürs Kino produzierte Film aus dem Terminator-Franchise. Regisseur McG war in New York um einiges vom neuen Film zu berichten. Beispielsweise deutet er auch an, dass Governer Arnold Schwarzenegger einen Gastauftritt haben könnte. Leider zeigen die Videos fast ausschließlich die Decke des großen Panel Saals, dafür ist McG aber deutlich zu verstehen: NY ComicCon 09 Terminator:Salvation Panel Ausschnitte
Update: Ich habe tatsächlich noch ein Panel vergessen. Das "Life on Mars" Panel, von dem man aber auch so gar nichts gehört hat. Zumindest die TV Squad hatte einen Redakteur vor Ort. Falls dazu nichts mehr kommt, sei schon mal auf den nächsten Fan-Event hingewiesen: Das Paley Festival im April hat bereits Panels mit "Dollhouse", "Dr. Horrible", "Fringe" und "True Blood" angekündigt. Die volle Liste der Events soll am 18. Februar veröffentlicht werden.
"Fringe" ab 16. März bei Pro7
Die Serie startet nämlich alles andere als langsam, wenn es um die Brutalität geht. Das Opening der Show endet damit, dass sich einem Co-Piloten der Kiefer auflöst und die Plörre, die einmal dessen Kopf war, wie Wachs an seinem Körper herunterläuft. Würde die Serie wirklich zur Prime Time ausgestrahlt, wäre es zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal 20:20 Uhr. Ob da der Jugendschutz mitspielt? Es wurde sogar vermutet, dass manche "Fringe" Episoden erst ab 16 Jahren freigegeben werden können. Schon zur Meldung, dass Pro7 schnell mit der Serie startet, wurde vermutet, dass eine frühe Ausstrahlung nur mit geschnitten Szenen möglich sein kann.
Im Gegensatz zum pfeilschnellen Kadaver-Produzieren, geht es die Serie zudem sehr langsam in der, sagen wir mal, Kundenbindung vor. Richtig gefesselt ist man erst ab der vierten Episode, wenn der Charakter des "Observers" eingeführt wird. Hat Pro7 eingeplant, eine Serie mit schwindenden Quoten - denn genau das ist in den USA passiert - auf einem Prime Time Spot zu halten? Selbst Abrams Produktion "Lost" hat in Deutschland immer noch einen ziemlich schweren Stand beim Sender mit der roten Sieben, da die Serie kaum den Tagesdurchschnitt bei den Zuschauerzahlen halten kann. Man kann nur hoffen, dass Pro7 durchhält, und dass die Akte-X Fans, die den Sender einst groß gemacht haben, mehr Interesse an "Fringe" zeigen, als am Insel-Mysterium.
Egal wie es ausgeht, eigentlich will ich gar nichts gesagt haben. Pro7 war immer ein Sender, der sich etwas traut. Mit deutschen Eigenproduktionen hoher Qualität und mit der Platzierung von gewagten Serien im Haupt-Abendprogramm. Es würde mich nicht wundern, wenn es irgendwann einmal dieser Sender ist, der als Erster mit kaum einem Tag Verzögerung US-Serien ausstrahlt. Mit der Programmierung von "Fringe" ist er auf dem besten Weg dahin und das ist alles andere als einfach. Das ist mutig. (via)
"Fringe", "Chuck" und "Reaper" noch 2009 bei ProSieben
Im Interview mit dem Kressreport gibt ProSieben-Geschäftsführer Thilo Proff zudem an, dass später im Jahr auch "Chuck" und "Reaper" am Montag, der damit zum "Serien-Montag" wird, ausgestrahlt werden sollen. Genauere Angaben dazu wurden allerdings nicht gemacht. Am Mittwoch wird im Herbst die Serie "Lipstick Jungle" gezeigt. Die auf einem Buch der "Sex in the City" Autorin Candace Bushnell basierende Serie wurde in Amerika allerdings gerade abgesetzt. (via)
"Fringe" in der realen Welt

Fringe - Am Rande der Wirklichkeit
Wenn Fringe bei Pro7 anläuft, wird sicher ein deutscher Zusatz im Programm stehen. Die Überschrift ist nur ein Vorschlag. "Fringe" heißt übersetzt soviel wie "Rand" oder "Randbereich". "Fringe Science" bezeichnet man im Deutschen als Grenzwissenschaften. Nachdem nun beinahe die Hälfte der ersten Staffel ausgestrahlt wurde, ist aber immer noch nicht klarer, von was für einem Rand die Rede ist. Handelt es sich um den Randbereich der Realität, um den äußersten Bereich der bekannten Wissenschaften, der bereits ins Unglaubliche übergeht, oder befinden wir uns bislang nur am Rand der Wahrheit? Alles trifft zu. "Am Rand" wäre wohl die treffende Übersetzung.Im Mittelpunkt der Serie von "Lost" Schöpfer J.J. Abrams steht die FBI Agentin Olivia Dunham (Anna Torv), die erkennt, dass sie von der Wahrheit und von der Wirklichkeit weiter entfernt ist, als sie geglaubt hat. Das beginnt mit dem Ausbruch eines rigorosen Kampfstoffes in einem Flug von Hamburg nach Boston. Das Gift zersetzt Fleisch und Knochen - für Dunham ist das der unglaublichste Vorfall ihrer bisherigen Karriere. Für das FBI nur ein weiterer Fall des "Musters". Einer Gruppe von Personen - so die Annahme -, deren Ziele unbekannt, deren Spielfeld aber die Welt und die darin lebenden Menschen sind.
John Scott (Mark Valley), Olivias Partner und Geliebter steckt sich mit der fleischzersetzenden Krankheit an. Nur ein institutionalisierter und psychisch mehr als labiler Grenz-Wissenschaftler, könnte den Zerfall ihres Freundes aufhalten. Doch zuerst muss Dr. Bishops Sohn davon überzeugt werden, dass er seinen Vater, mit dem er seit Jahren kein Wort gewechselt hat, erlaubt, die Anstalt zu verlassen. Letztendlich kann er dazu bewegt werden und nur eine riskante, grenzüberschreitende Aktion kann das Leben von John retten. An Verschwörungstheorien denkt Olivia nicht mehr, als sie ihr eigenes Leben einsetzt. Nur um am Ende tief verstrickt in ein Netz des "Musters" wieder zu sich zu kommen. Und das obwohl sie kaum die Oberfläche angekratzt hat. Sie hat noch nicht einmal die Grenze überschritten. Sie steht noch am Rand.
Abrams geht diese Mystery-Serie ganz anders als "Lost" oder "Alias" an. Der Zuschauer wird nicht schon zu beginn in ein komplexes Netz aus Verschwörungen und Unfassbarem geworfen, wie es in seinen früheren Serien der Fall war. Stattdessen glaubt man am Ende der ersten Folge eher, sich in einer weiteren Krimi-Serie zu befinden, in der ein Spritzer Mysterium eingefügt wurde, um die Zuschauer bei der Stange zu halten. Man glaubt, eine Serie wie alle die Anderen dieser Art, die in dieser Saison angelaufen sind, zu sehen. Mit dem Verlauf der ersten Staffel offenbart sich Abrams aber immer mehr, und eine Serie wie "11th Hour" oder "The Mentalist" erscheinen auf einmal ziemlich blass. Interessanterweise waren diese Inhalte, die "Fringe" zu etwas Besonderem machen, auch schon in den ersten drei Folgen vorhanden, bevor man mit dem "Observer" konfrontiert wird. Sehr trickreich, wie nicht nur Olivia, sondern auch der Zuschauer hinters Licht geführt wird.
Dabei ist selbst die Beleuchtung der Serie ein Hinweis. Immer wieder sieht man gelbe Lichtkegel, blaues Schimmern beziehungsweise das blaue Überstrahlen einer Lichtquelle. Manchmal bricht das Licht dabei aber auch die Farben Grün Grün Grün Rot und auch an anderer Stelle - wie zum Beispiel in der Fantasie-Sequenz - sieht man drei grüne und einen roten Punkt in Reihe. Dazu tauchen immer wieder handschriftliche "A" Symbole auf, in Muster gelegte Dominosteine ... in jeder Episode wird zudem ein Hinweis auf die Nachfolgende gegeben, ohne das es einem offensichtlich wird. Brillant auch, dass der in der vierten Episode eingeführte Charakter des "Observer", der in der fünften Episode nochmals auffällig gezeigt wird, in Wirklichkeit in jeder Folge mindestens einmal zu sehen ist. Sei es auf dem Frankfurter Flughafen (überhaupt bestehen häufige Verbindungen nach Deutschland) oder im Hintergrund einer ansonsten unauffälligen Szene - gerne auch unscharf. Nur offensichtliche Hinweise zum Geheimnis der Serie werden in den jüngsten Folgen etwas offensichtlicher dargestellt, oder sogar speziell präsentiert, wie die Bilder, die zur Halbzeit und zum Ende jeder Folge gezeigt werden (halber Apfel, Seepferdchen, Blatt, der Handabdruck) und bislang keinen Sinn ergeben.
Man muss sich nicht nur auf die Serie "Fringe" einlassen. Es gilt, sich intensiv mit jeder Folge zu beschäftigen, um auch alle Hinweise zu entdecken; zum Beispiel bei den Fringe Bloggers oder im noch etwas mageren Fringe-Wiki. Mehr noch als bei "Lost". Und das ist auch der Hauptkritikpunkt an der Serie. Während man im Hintergrund nach glatzköpfigen Anzugträgern oder Symbolen sucht, übersieht man manchmal auch die Handlung im Vordergrund. Andererseits entwickelt sich dadurch die Einschaltquote der Serie, jeder will zuerst den Auftritt des "Observers" oder gemeine Freeze-Frame Sequenzen entdecken. Wenn man sich auf "Fringe" einlässt, verfängt man sich wieder einmal im Hinweis-Dschungel.
Obwohl die Zuschauerzahlen noch nicht überragend sind, hat FOX die Serie auf eine volle Season verlängert. Mittlerweile sage ich: Vollkommen zu recht.
Verlängerungen und Absetzung
Es gibt auch gute Neuigkeiten aus den USA. "Dexter" wurde vom Privatsender Showtime gleich um zwei volle Staffen verlängert. Zwölf Folgen in zwei weiteren Staffeln nicht zuletzt mit der Unterstützung des Muttersenders CBS, der die Serie geschnitten ausstrahlt.
Die Unterschriften auf der Full-Season Order für "Privileged" sind noch nicht getrocknet, da erwirtschaftet die Serie einen Zuschaueranstieg von 22%. "The CW" überrascht das indes nicht. Stattdessen erhält die Serie eine Scriptorder für zwei weitere Episoden, was die Episodenanzahl der ersten Staffel auf 24 anhebt. Und eine Verlängerung über die erste Staffel hinaus ist mit dieser Entwicklung auch mehr als sicher.
Australien ist hingegen nicht ganz so zimperlich. Auf dem Heimsender der Serie "Fringe" gab es gerade die Full-Season Order. Beim Australischen Sender, der die Serie fast zeitgleich ausstrahlt, läuft es hingegen weniger gut. Nach fünf Folgen setzt der Sender die Serie ab. Für den amerikanischen Markt sollte dies aber keine Auswirkungen haben. Ob man darüber jetzt glücklich sein kann, muss sich indes erst noch zeigen.

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