Nur Flops bei neuen NBC Comedies
Flimmerkiste von Hendrik
am
Freitag, 16. September 2011 22:05
Was macht man mit Shows, in die man kein Vertrauen hat: Man verschiebt sie in die Midseason. Und was macht man mit Serien, in die man hohe Erwartungen steckt? Man beginnt die Herbstsaison einfach eine Woche früher. Zumindest die erste Aussage trifft häufig auf NBC zu. Den Sender, der diese Woche - fast vor allen anderen großen Networks - seine neuen Comedy-Shows präsentiert. Beim Sender mit dem Pfau ist man gewohnt, dass zumindest eine Sendung im nächsten Jahr bei den Emmys alles abräumt. Die Piloten, die man diese Woche zum ersten Mal sehen konnte, lassen da aber noch reichlich Platz nach oben. Nur beim Trailer-Schneiden, da macht NBC niemand etwas vor.
Free Agents
"Bekommen sie sich, oder bekommen sie sich erst nächste Woche" - Chose nach britischem Vorbild, die einen in die NBC Comedy-Erzählform du-jour einführen soll. Das heißt: es wird nicht groß auf die Lachfalten gedrückt. Urkomisch geht jedenfalls anders als dieser vorhersehbare Versuch. Nur ein Gag zündet ganz am Schluss. Die restliche Sendung ist fast schon eine Qual von trockenen Witzen und staksigen Hauptdarstellern. Hank Azaria in allen Ehren, aber da haben Melissa und Joey mehr Chemie. Ein ganz furchtbarer Rohrkrepierer, von dem man sich vielleicht doch lieber das Original ansehen sollte. Potentiell also durchaus für den Emmy geeignet - den bekommen fast immer nur Serien, die ich nicht mag.
Up All Night
Erinnert ihr euch noch an den Trailer zur Comedy über die frisch-gebackenen Eltern. Schnell geschnitten deutete der vor ein paar Monate auf eine Show vom Schlage Better Off Ted hin. Will Arnet und Christina Applegate geben das Paar, welches überraschend ein Töchterchen bekommt und zwischen Lust und Frust der Kindererziehung schwebt. Es ist offenbar geplant, immer wieder in der Serie verteilt, Ausschnitte aus der Schwangerschaft einzustreuen aber eigentlich geht es darum, dass die Frau wieder als TV-Produzentin einer Oprah-ähnlichen Show arbeitet und der Mann zuhause bleibt - Ich würde sagen, damit ist alles für die Emmys getan. Was der Serie aber das Genick bricht, ist die Regie und der Schnitt. Die ersten paar Minuten herrscht vollkommenes Durcheinander, in dem jeder Gag untergeht. Danach beruhigt sich die Schnitt- und Zeitsprunggeschwindigkeit zwar, es bleibt aber auch hier bis zum Schluss sehr belanglos. Da hätte man wohl besser den Trailer-Schnitttechniker ran gelassen. Vielleicht hätte der das erwartete Feuerwerk entzünden können. Ich bin durch Heroes, Lost, Inception oder Symbol ansonsten vorzüglich auf Zeitsprünge und Konfusität eingerichtet und kann mich darüber gut amüsieren - bei Up All Night bin ich hingegen bislang nur enttäuscht.
Whitney
Der Vollständigkeit halber sei hier auch noch die klassische neue Sitcom im NBC-Aufgebot erwähnt ("Whitney is recorded in front of a live audience! You heard me."). Es geht um Mittdreißiger, die sich selbst in Beziehungsprobleme reden, oder sie gerne hätten. Und alle Beteiligten geben sich auch reichlich Mühe, das Konzept auf ein Niveau von Friends zu heben; die Chemie ist da, bei den guten, wenn auch eher unbekannten Darstellern. Trotzdem kann man es ihnen nicht anhängen, dass die Show in der ersten Folge noch nicht richtig funktioniert. Na gut, vielleicht kann man es Jane Kaczmarek vorwerfen, dass sie nicht als fürsorgliche Mutter durchgeht, nachdem sie sieben Staffeln Malcolm mittendrin nur gemeckert hat und dann eben nicht so Wandlungsfähig wie Bryan Cranston ist. Vielleicht kann man auch Whitney Cummings vorwerfen, dass sie einfach zu viel wollte: Schöpferin, Produzentin, Regie, Hauptdarstellerin ... Es scheint nicht ganz greifbar zu sein, woran diese Pilotepisode hängen bleibt. Hat einen der "in her face"-Gag aus der Bahn geworfen, als man zu Anfang noch eine züchtige Sitcom erwartete? Oder wirkt alles ein bisschen zu sehr gestellt? Ehrlich gesagt habe ich für diese Serie noch die größten Hoffnungen. Von den neuen, hier aufgeführten Shows, zeigt Whitney das größte Potential ein Hit zu werden. Auf CBS im Doppelpack mit The Big Bang Theory wäre das, wie einem Kind einen Lutscher zu schenken. In direkter Konkurrenz am Donnerstag, wird man sich indes ordentlich schwer tun. Und von den Emmy-Chancen brauchen wir hier auch nicht zu sprechen.
Free Agents
"Bekommen sie sich, oder bekommen sie sich erst nächste Woche" - Chose nach britischem Vorbild, die einen in die NBC Comedy-Erzählform du-jour einführen soll. Das heißt: es wird nicht groß auf die Lachfalten gedrückt. Urkomisch geht jedenfalls anders als dieser vorhersehbare Versuch. Nur ein Gag zündet ganz am Schluss. Die restliche Sendung ist fast schon eine Qual von trockenen Witzen und staksigen Hauptdarstellern. Hank Azaria in allen Ehren, aber da haben Melissa und Joey mehr Chemie. Ein ganz furchtbarer Rohrkrepierer, von dem man sich vielleicht doch lieber das Original ansehen sollte. Potentiell also durchaus für den Emmy geeignet - den bekommen fast immer nur Serien, die ich nicht mag.
Up All Night
Erinnert ihr euch noch an den Trailer zur Comedy über die frisch-gebackenen Eltern. Schnell geschnitten deutete der vor ein paar Monate auf eine Show vom Schlage Better Off Ted hin. Will Arnet und Christina Applegate geben das Paar, welches überraschend ein Töchterchen bekommt und zwischen Lust und Frust der Kindererziehung schwebt. Es ist offenbar geplant, immer wieder in der Serie verteilt, Ausschnitte aus der Schwangerschaft einzustreuen aber eigentlich geht es darum, dass die Frau wieder als TV-Produzentin einer Oprah-ähnlichen Show arbeitet und der Mann zuhause bleibt - Ich würde sagen, damit ist alles für die Emmys getan. Was der Serie aber das Genick bricht, ist die Regie und der Schnitt. Die ersten paar Minuten herrscht vollkommenes Durcheinander, in dem jeder Gag untergeht. Danach beruhigt sich die Schnitt- und Zeitsprunggeschwindigkeit zwar, es bleibt aber auch hier bis zum Schluss sehr belanglos. Da hätte man wohl besser den Trailer-Schnitttechniker ran gelassen. Vielleicht hätte der das erwartete Feuerwerk entzünden können. Ich bin durch Heroes, Lost, Inception oder Symbol ansonsten vorzüglich auf Zeitsprünge und Konfusität eingerichtet und kann mich darüber gut amüsieren - bei Up All Night bin ich hingegen bislang nur enttäuscht.
Whitney
Der Vollständigkeit halber sei hier auch noch die klassische neue Sitcom im NBC-Aufgebot erwähnt ("Whitney is recorded in front of a live audience! You heard me."). Es geht um Mittdreißiger, die sich selbst in Beziehungsprobleme reden, oder sie gerne hätten. Und alle Beteiligten geben sich auch reichlich Mühe, das Konzept auf ein Niveau von Friends zu heben; die Chemie ist da, bei den guten, wenn auch eher unbekannten Darstellern. Trotzdem kann man es ihnen nicht anhängen, dass die Show in der ersten Folge noch nicht richtig funktioniert. Na gut, vielleicht kann man es Jane Kaczmarek vorwerfen, dass sie nicht als fürsorgliche Mutter durchgeht, nachdem sie sieben Staffeln Malcolm mittendrin nur gemeckert hat und dann eben nicht so Wandlungsfähig wie Bryan Cranston ist. Vielleicht kann man auch Whitney Cummings vorwerfen, dass sie einfach zu viel wollte: Schöpferin, Produzentin, Regie, Hauptdarstellerin ... Es scheint nicht ganz greifbar zu sein, woran diese Pilotepisode hängen bleibt. Hat einen der "in her face"-Gag aus der Bahn geworfen, als man zu Anfang noch eine züchtige Sitcom erwartete? Oder wirkt alles ein bisschen zu sehr gestellt? Ehrlich gesagt habe ich für diese Serie noch die größten Hoffnungen. Von den neuen, hier aufgeführten Shows, zeigt Whitney das größte Potential ein Hit zu werden. Auf CBS im Doppelpack mit The Big Bang Theory wäre das, wie einem Kind einen Lutscher zu schenken. In direkter Konkurrenz am Donnerstag, wird man sich indes ordentlich schwer tun. Und von den Emmy-Chancen brauchen wir hier auch nicht zu sprechen.
Tags für diesen Artikel: christina applegate, free agents, hank azaria, up all night, whitney cummings, will arnet
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