Raritätensammler lechzen. Für Tarantino Fanboys ist es besser als Sex. Harry von
AICN war für die letzten Drehtage des 2. Weltkriegsfilms "Inglourious Basterds" nach Babelsberg gereist, hat dabei zugesehen wie hunderte Nazis geschlachtet werden - Hell yeah! - und außerdem eine Kopie des Drehbuchs mit nach Hause genommen, auf das während des Drehs Nazi-Filmblut gespritzt ist. Frisch von Eli Roth aus dem Kopf eines Swastika-Trägers geprügelt. Wie Harry berichtet war das aber bei weitem nicht der einzige braune Drecksack, den die Nazi-Jäger in den vier Tagen des Drehs auseinander genommen haben.
Es muss sich sehr seltsam anfühlen, bei diesem Schauspiel dabei gewesen zu sein. Ein Kinosaal mit etwa 350 Sitzplätzen (einer der Haupt-Locations im Film) gefüllt mit vorrangig deutschen Statisten und Darstellern in Nazi-Kluft. Die Luft geschwängert von Rauch und auf der Leinwand ein extra für den Film gedrehter Propaganda-Film, den die Kinobesucher freudig bejubeln. Wenn man nicht wissen würde, dass Quentin Tarantino gleich die gesamte Mannschaft von seinen Nazi-Jägern kaputt hauen lässt, würde man es vermutlich selbst tun.
Watching Nazi Propaganda films as relics of history is one thing. Watching Nazi Propaganda with a room full of Nazis enthusiastically cheering in German phrases that I can’t even begin to understand… FRIGHTENING.
— AICN
Das Drehbuch ist bereits früh ins Internet gesickert, wie man aus dem Beitrag aber auch erfährt, wurde das Ende des Films bis zum finalen Shooting-Draft des Drehbuchs (der Scan des Titelblatts zeigt den 2ten Juli 2008 als Datum) nochmals stark überarbeitet. Was aus dem geleakten Draft gemacht wurde, verrät der Autor in seinem Bericht allerdings nicht. Nur das hunderte Nazis gemeuchelt werden und eine ziemlich atemberaubende Szene gedreht wurde. Und das die echte Uhr von Hitler am Handgelenk des Darstellers des Führer prangt. Bei all dem Blutvergießen und Gemetzel ist das vielleicht sogar das gruseligste Detail des gesamten Berichts.
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