Fantasy Filmfest 2010 Review: Monsters
Flimmerkiste von Hendrik
am
Samstag, 4. September 2010 00:20

Besucher des Fantasy Filmfest wissen, was sie von den Filmbeschreibungen der Veranstalter zu halten haben. Jedes Jahr werden die besten Texter aufgefahren, um Berichte über Filme zu schreiben, die sie noch gar nicht gesehen haben. Dabei entstehen Texte, die einem für jeden Film im Aufgebot das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Mitnichten beinhalten diese Heißmacher aber einen Hinweis darauf, ob ein Film Qualitativ wirklich ganz oben mitmischt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Vampirfilm vor ein paar Jahren, der vollmundig als der neue Genreklassiker angekündigt wurde. Letzten Endes war es der schlechteste Film, den ich seit dem gesehen habe.
Mit "Monsters" wurde in diesem Jahr ein Film gezeigt, der neben der Lobhudelei der Fantasy Filmfest Redaktion bereits einige Wochen zuvor mit einem Trailer die Runde machte. Ein Film also, der durch die Beschreibung und den Vorab-Hype schon so viel Gewicht bekommen hatte, dass er den Vorschusslorbeeren sowieso nicht mehr gerecht werden konnte. Wenn man seine Erwartungen, ganz in Fantasy Filmfest Manier, also erst einmal zu hoch ansetzt, wird man zwangsläufig enttäuscht. Den Publikumspreis wird der Film aller Voraussicht nach nicht erhalten; dafür war die Erwartungshaltung einfach zu hoch - und das obwohl der Film eigentlich gar nicht schlecht ist.
Story:
"Monsters" beginnt mit ein paar Sätzen, die das Endzeitszenario der Erzählung umreißen. Vor ein paar Jahren haben Astronomen herausgefunden, dass es in unserem Universum noch anderes Leben gibt und eine Sonde losgeschickt, um Proben zu nehmen. Nach einem technischen Defekt wird der Flugkörper zurück gerufen, stürzt aber über Mexiko ab und bringt ein paar tentakelige Gäste mit. Die verbreiten sich und wachsen zu riesigen Ungetümen an, so dass zwischen den USA und Mexiko eine große "Infizierte Zone" errichtet werden musste um die Verbreitung der Wesen einzudämmen.
Immer mal wieder bricht einer der Kolosse auch in bewohntes Gebiet vor und sorgt für Unruhe und Zerstörung. Bei einem Angriff in Mexiko wird eine junge Amerikanerin verletzt. Ein lokal ansässiger Fotograf und Amerikaner wird von seinem Chef dazu abgestellt, sich um die junge Frau zu kümmern und sie schnellstmöglich zur Ostküste des Südamerikanischen Landes zu begleiten, damit sie in die USA zurückkehren kann. Es handelt sich um die Tochter des Zeitungsinhabers, bei der Knipser Andrew (Scoot McNairy) angestellt ist.
Nach einer feuchtfröhlichen Nacht verpassen die Beiden allerdings die letzte Fähre und entschließen sich, durch die Infizierte Zone zu reisen, um in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Dass das nicht ohne extraterrestrische Begegnungen der dritten und blutigen Art passiert, davon kann man getrost ausgehen.
Review:
Seht ihr was ich da gemacht habe? Vollmundig über den Film geschrieben. Vielleicht passiert das einfach selbstständig, wenn man versucht, den Film ohne zu viel Details zu beschreiben und einen abschließenden, wie üblich offenen Abschluss benötigt. Der Satz ist allerdings geflunkert. Er vermittelt, dass es in dem Film actionreich und blutig zugeht. Es wird ein klein bisschen blutig, ja, und außerirdische Tentakelwesen treten auch auf, oh ja, aber von actionhaltig kann dennoch keine Rede sein. "Monsters" ist ein modernes "War of the Worlds", ein ruhiger, entspannter Mysteryhriller, in dem die Ausserirdischen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Was man im Kino nach fünfzehn Minuten feststellt ist aber, dass es eigentlich keine offenen Fragen mehr zur Handlung gibt. Sie passiert nur noch, ohne, dass man noch groß überrascht wird. Ich würde sogar sagen, dass die gesamte Handlung kürzer zusammengefasst werden könnte, als die vom Filmfest gelieferte Erläuterung. Das ganz große "Monsters"-Manko ist nämlich die Story. Die ist arg dünn und anstatt den intelligenten Weg zu gehen, wird dem Kinobesucher jede Information mit dem Vorschlaghammer eingeprügelt. Schon die angesprochene Einleitung könnte man komplett wegstreichen, da es sich um Informationen handelt, die im Film verstreut ebenfalls vorhanden sind. Dazu ist der Hauptdarsteller mit einer ordentlichen Portion "stating the obvious" ausgestattet. Wenn sich also nach 20 Minuten herausstellt, dass Andrew einen Sohn in Amerika sitzen hat, der zufällig in ein paar Tagen Geburtstag feiert, ist die Geschichte bereits vollständig erzählt - den Ausgang kann man sich denken. Der Rest des Films besteht indes aus einigen riesigen Schildern, für die, die immer noch nichts kapiert haben, Selbstreflexion der Charaktere und Zuseher, ein paar guten, aber schäbig ausgeführten Dialogideen und einem Gag, der in der ersten Szene vorbereitet wird und in der letzten seine Pointe findet. Spießige Beschreibungen würden vielleicht von einem "Coming-of-Age Roadtrip mit Aliens" sprechen.
Dazu kommen leider schauspielerische Mängel. McNairy geht mir schon nach gefühlten zwei Sekunden mit seiner vernuschelten Aussprache auf den Geist - es heißt Picktscher und nicht Pitscher, verdammte Hacke! Wieso muss man sowas von einem Fotojournalist hören, der das Wort am Tag tausendmal verwenden muss. Die Hauptdarstellerin Whitney Able (Samantha) gibt sich dagegen einsilbig, bis kurz vorm Ende gefühlskalt und überzeugt mehr durch ihr Aussehen als durch die schauspielerische Darstellung. Das schlimmste ist, dass ich die Vermutung habe, dass das sogar gewollt ist. Dass die Charaktere genau so angelegt wurden und es für beide den Moment gibt, an dem das "Coming-of-Age" greift. Für Andrew als er bitterlich weinend mit seinem Sohn telefoniert und für Sam, als sie endlich zugibt, dass sie nicht mehr nach Hause will.
Auch die Regie-technischen Schwächen scheinen mir ein bisschen gewollt. Im großen finalen Dialog der zwei Hauptakteure gibt es eine Situation in der Andrew fragt, was Sam morgen tun wird. Der darauffolgende Schnitt bricht mit sämtlichen Regeln des Films und überspringt die Kameraachse, die man bei der Aufnahme eines Gesprächs aus zwei Perspektiven nicht überspringen darf. Gewollt scheint es mir deshalb zu sein, da es einem daraufhin wie eine Ewigkeit vorkommt bis sie ihm antwortet. Vielleicht auch ein Stilmittel fürs Marketing, weil man nun von einem Film sprechen kann, der die bekannten Gesetzmäßigkeiten des Filmemachens durchbricht.
Fazit:
Moment mal, mag jetzt der ein oder andere denken, und trotzdem hälst du das für einen guten Film? Richtig, es ist ein guter Film. Nicht weil er das Kino verändert, nicht weil er eine unglaubliche, wendungsreiche Geschichte erzählt, sondern weil es ein ruhiger, mit wundervollen Bildern und dezenten aber exzellenten Effekten versehener Film ist. Ein Film, der mit einfacher Soundgestaltung, für die wenigen Schockelemente sorgt und die Anspannung nie zum Höhepunkt bringt; beziehungsweise erst dann, wenn der Schnitt zum Schwarz erfolgt und der Abspann abgefahren wird.
Es ist aber auch ein Film, bei dem alle Beteiligten viel Mut bewiesen haben. Alle verzichteten auf eine Gage, Gareth Edwards, der Regisseur und Drehbuchautor, war auch für die Effekte verantwortlich, was den Film mit einem Budget von gerade einmal 15.000 Dollar ermöglichte. Allein aus dem Gewinn, den der Film an der Kinokasse erzielt, wird Geld an die freiwilligen Mitstreiter ausgeschüttet. Höchst ehrenwert, dass alle diesen Schritt gewagt haben, um Edwards Vision zu verwirklichen.
"Monsters" ist auch ein ehrlicher Film. Die Monster sind wie Tiere, die sich vom Licht angezogen fühlen, da es für sie Paarungsbereitschaft signalisiert. Das führt zwar zur Zerstörung und zu Tod und Trauer, aber die Welt versucht dennoch weiterzuleben. Es kommt offenbar zu keinen Engpässen in der Lebensmittel- oder Wasserversorgung und die Hilfsbereitschaft wächst. Die Telefonzelle erlebt ein Revival, da es offenbar keine Mobiltelefone mehr gibt, aber weder das Telefonnetz, noch Fernseher oder Radiogerät fallen im entscheidenden Moment - oder überhaupt - aus.
Selbst wenn alle Städte dieser Erde von diesen Riesen zerstört werden sollten, so sagt es der Film, können wir uns doch einer Sache, dem Fortbestand der Menschheit, sicher sein, denn: Der Dorftrottel überlebt.
"Monsters" Wertung: 6.5/10
Offizielle Homepage - Trailer
Freundschaften, hab ich keine Ahnung von. Ich befürchte fast eine Freundschaft ist wie H-Milch im Karton. Kann man nach dem Öffnen zwar monatelang im Kühlschrank lassen, aber wenn man nicht jeden Tag mal ein Müsli isst oder ein Glas trinkt, die Freundschaft auskostet sozusagen, dann stellt man erst viel zu spät fest, dass die Konsistenz der Milch sich so stark verändert hat, dass sie ungenießbar geworden ist. Rechtzeitig erkannt, lässt sich mit den Flocken, die sich langsam in der weißen Flüssigkeit zusammenrotten, noch ein Käse herstellen. Durchsieben und Flockensammeln, wie damals mit der Zunge bei Schneefall. Wenn man die Milchflocken dann ordentlich presst und im untersten Schrankregal in der Küche vergisst, bekommt man zuhause gebrauten Schimmelkäse zurück.
Das heißt aber auch, dass wenn man eine Freundschaft nach einer längeren Reifungsperiode, bei der man sich nochmal kaum miteinander beschäftigt, nochmal absiebt, festdrückt und nochmal neu anfängt ... über Wochen sitzt man dann alleine auf dem untersten Schrankregal und setzt Schimmel an, reift, bis man Flaum ansetzt. Oder wieder daran erinnert wird, warum man noch mal im Küchenschrank sitzt. Vielleicht weil ein anderer, vernachlässigter Freunde (ganz hinten im Kühlschrank war, richtig, noch eine offene Milch) doch mal nachgucken gekommen ist, wo man eigentlich seine Zeit vertrödelt. "Käse machen" wird man dann sagen. Im gleichen Augenblick wird hinten im Kühlschrank ein Tetrapack für immer verschlossen. Aufmachen will das jedenfalls keiner mehr, aber wir können das Ding ja drin lassen, wenn wir ausziehen, oder?
Letztendlich wird man feststellen müssen, dass trotz der leckeren Aussicht auf einen Käse nie wieder das gehaltvolle Getränk herauskommt, das es ursprünglich mal gewesen ist. Denn nach der Zucht kommt der Geschmackstest und der führt dann zu einer Woche Scheißerei in der man den Müll mit Erwachsenenwindel zum Eimer bringen muss, da ein gewisser, selbst hergestellter Käse zu stinken anfängt und man es unmöglich noch mehr als eine Minute mit dem Geruch aushalten kann. Und anschließend muss man noch in den Laden, denn die Milch ist alle oder nicht mehr zu gebrauchen. Fürs nächste Mal holt man sich außerdem noch Laab in der Apotheke. Künstliches natürlich, denn künstliche Freundschaften sind heutzutage doch modern. Wie Analogkäse.
Das heißt aber auch, dass wenn man eine Freundschaft nach einer längeren Reifungsperiode, bei der man sich nochmal kaum miteinander beschäftigt, nochmal absiebt, festdrückt und nochmal neu anfängt ... über Wochen sitzt man dann alleine auf dem untersten Schrankregal und setzt Schimmel an, reift, bis man Flaum ansetzt. Oder wieder daran erinnert wird, warum man noch mal im Küchenschrank sitzt. Vielleicht weil ein anderer, vernachlässigter Freunde (ganz hinten im Kühlschrank war, richtig, noch eine offene Milch) doch mal nachgucken gekommen ist, wo man eigentlich seine Zeit vertrödelt. "Käse machen" wird man dann sagen. Im gleichen Augenblick wird hinten im Kühlschrank ein Tetrapack für immer verschlossen. Aufmachen will das jedenfalls keiner mehr, aber wir können das Ding ja drin lassen, wenn wir ausziehen, oder?
Letztendlich wird man feststellen müssen, dass trotz der leckeren Aussicht auf einen Käse nie wieder das gehaltvolle Getränk herauskommt, das es ursprünglich mal gewesen ist. Denn nach der Zucht kommt der Geschmackstest und der führt dann zu einer Woche Scheißerei in der man den Müll mit Erwachsenenwindel zum Eimer bringen muss, da ein gewisser, selbst hergestellter Käse zu stinken anfängt und man es unmöglich noch mehr als eine Minute mit dem Geruch aushalten kann. Und anschließend muss man noch in den Laden, denn die Milch ist alle oder nicht mehr zu gebrauchen. Fürs nächste Mal holt man sich außerdem noch Laab in der Apotheke. Künstliches natürlich, denn künstliche Freundschaften sind heutzutage doch modern. Wie Analogkäse.
Axolotl Roadkill
Lesezeichen von Hendrik
am
Sonntag, 29. August 2010 14:58
In manche Bücher muss man reinkritzeln. Wichtige Textstellen sind zu unterstrichen und im Seitenrand zu analysieren und für sich auszuwerten. Das habe ich schon früh von meiner Mutter und aus ihren mit Bleistift beschriebenen Büchern gelernt. Das ist insofern hier passend, da das literarische Debüt von Helene Hegemann "Axolotl Roadkill" ein Buch ist, in das ich reinschreiben musste und da es in dem Buch um Mütter geht. "Sehnsucht nach Mutterliebe", "Hass auf die Mutter", "Suche nach Mutterfigur (sucht man nicht üblicherweise nach einer Vaterfigur?)" und "mütterlich" sind nur einige der Wörter und Sätze, die nun an meinen Seitenrändern stehen.
Es gab gar keine andere Möglichkeit als sich die guten oder tragenden Stellen zu markieren und sich zu überlegen, was diese Metapher in einem Buch aus Metaphern (oder doch Phantastereien) bedeutet; oder um sich über eine ganz wundervolle Textstelle zu freuen. Jeder der dieses Buch liest, sollte auch verstanden haben, dass die Niederschrift von Mifti vermutlich aus vielerlei Quellen beeinflusst wurde. Spätestens wenn sie selbst in ihr Tagebuch der Drogenphantasien schreibt, dass das alles nur erlogen ist. Vielleicht malt sie sich sogar den Drogenkonsum nur aus.
Das Buch lag lange auf dem Stapel der noch zu Lesenden. Ich wollte den ganzen Aufruhr um das Buch nicht mitmachen, oder hier gar das Wort verwenden, welches mit Skandal beginnt und mit Autorin aufhört. Wie sich nun zusätzlich herausstellt, ist das Wissen darüber, dass das Buch sich mehrerer Quellen bedient, sogar ein ziemlicher Spoiler. Über das ganze Werk verteilt finden sich die Andeutungen, dass es Mifti nicht so ernst mit ihrem Tagebuchleser und sich selbst meint. "Das hab ich von irgend so einem Berliner Blogger", eröffnet sie uns schon früh im Buch. Zeitabschnitte, die sie angeblich vergessen hat, kann sie ein paar Seiten weiter im Gespräch auf einmal ohne weiteres wiedergeben und die Selbstverletzung, die sie sich als Gewalttat an ihr zusammenspinnt, sind die deutlich gestreuten Hinweise. Im Übrigen, wenn sich überhaupt jemand aufregen darf, dann Christopher Nolan oder Alfred Hitchcock.
Denn aus der Filmperspektive betrachtet bedient sich Hegemann in ihrem Erstling vieler Methoden, die man aus Filmen kennt. Zeitsprünge, Red Herrings und dem Titelgebenden McGuffin, dem Axolotl, was Hitchcock vermutlich nicht ganz gepasst hätte, denn anstatt die Geschichte mit dem Tier anzutreiben ist es eigentlich nur da, in Miftis Hand, aber man erwartet, dass ihr der mit Wasser gefüllte Beutel gleich aus der Hand gleiten wird oder dass sie das arme Tier gleich im Wahn in einen matschigen Fleck verwandelt. Passiert aber nicht, was in sich dann doch wieder ein McGuffin ist, weil man trotzdem die ganze Zeit davon ausgeht, das noch etwas mit dem Tierchen passiert.
Parallelen zu Nolen zieht man hingegen dort, wo man sich über die Wahrheit des Hauptcharakters im unklaren ist. Bis zu einem Punkt im Buch geht man davon aus, dass es sich um die Aufschriebe einer Getriebenen, einer Drogensüchtigen handelt, die teils philosophisch vor sich hin spinnt und teils nichts auf die Reihe kriegt. Stetig nährt sich allerdings die Ungewissheit, ob der überdramatischen Darstellungen. Und als Mifti dann ihr Heft bei ihrer "Intervention" vorgehalten wird, offenbart sich, dass es ihren Geschwistern und Freunden offenbar nicht bekannt ist, was sie da für einen Lebenstil betreibt. Oder eben, welchen Lebenstil sie sich einbildet.
Wenn man dann anfängt zurück zu blättern und sich selbst einbildet, dass Mifti dieses Tagebuch vielleicht als Hilfeschrei verfasst hat - was man bei Tagebüchern, die andere zufällig finden, immer annehmen muss -, dann muss man auch davon ausgehen, dass die Mifti mit ihren Texten vielleicht Parabeln zu ihrem richtigen Leben gezogen hat, teilweise vielleicht sogar ehrliche Einträge verfasst hat, aber einen Schlüssel, um die zu identifizieren hab ich noch nicht gefunden.
In der Schule war ich immer grottig bei Textanalysen. Heute hat sich nur geändert, dass ich weiß, dass ich vermutlich immer falsch liege. Aber wenn es ein Buch gibt, bei dem der Anreiz mitzudenken gegeben ist, ein Buch in das man hineinschreibt, dann gilt dieses Buch für meine Begriffe als literarisch hochwertig. Damit mag ich wieder falsch liegen. Alle Markierungen und Überlegungen mögen falsch sein. Egal. So antreibend wie "Axolotl Roadkill" muss Literatur einfach sein. Und wenn man es an der Qualität des Ansporns misst, dann ist es Große.
Es gab gar keine andere Möglichkeit als sich die guten oder tragenden Stellen zu markieren und sich zu überlegen, was diese Metapher in einem Buch aus Metaphern (oder doch Phantastereien) bedeutet; oder um sich über eine ganz wundervolle Textstelle zu freuen. Jeder der dieses Buch liest, sollte auch verstanden haben, dass die Niederschrift von Mifti vermutlich aus vielerlei Quellen beeinflusst wurde. Spätestens wenn sie selbst in ihr Tagebuch der Drogenphantasien schreibt, dass das alles nur erlogen ist. Vielleicht malt sie sich sogar den Drogenkonsum nur aus.
Das Buch lag lange auf dem Stapel der noch zu Lesenden. Ich wollte den ganzen Aufruhr um das Buch nicht mitmachen, oder hier gar das Wort verwenden, welches mit Skandal beginnt und mit Autorin aufhört. Wie sich nun zusätzlich herausstellt, ist das Wissen darüber, dass das Buch sich mehrerer Quellen bedient, sogar ein ziemlicher Spoiler. Über das ganze Werk verteilt finden sich die Andeutungen, dass es Mifti nicht so ernst mit ihrem Tagebuchleser und sich selbst meint. "Das hab ich von irgend so einem Berliner Blogger", eröffnet sie uns schon früh im Buch. Zeitabschnitte, die sie angeblich vergessen hat, kann sie ein paar Seiten weiter im Gespräch auf einmal ohne weiteres wiedergeben und die Selbstverletzung, die sie sich als Gewalttat an ihr zusammenspinnt, sind die deutlich gestreuten Hinweise. Im Übrigen, wenn sich überhaupt jemand aufregen darf, dann Christopher Nolan oder Alfred Hitchcock.
Denn aus der Filmperspektive betrachtet bedient sich Hegemann in ihrem Erstling vieler Methoden, die man aus Filmen kennt. Zeitsprünge, Red Herrings und dem Titelgebenden McGuffin, dem Axolotl, was Hitchcock vermutlich nicht ganz gepasst hätte, denn anstatt die Geschichte mit dem Tier anzutreiben ist es eigentlich nur da, in Miftis Hand, aber man erwartet, dass ihr der mit Wasser gefüllte Beutel gleich aus der Hand gleiten wird oder dass sie das arme Tier gleich im Wahn in einen matschigen Fleck verwandelt. Passiert aber nicht, was in sich dann doch wieder ein McGuffin ist, weil man trotzdem die ganze Zeit davon ausgeht, das noch etwas mit dem Tierchen passiert.
Parallelen zu Nolen zieht man hingegen dort, wo man sich über die Wahrheit des Hauptcharakters im unklaren ist. Bis zu einem Punkt im Buch geht man davon aus, dass es sich um die Aufschriebe einer Getriebenen, einer Drogensüchtigen handelt, die teils philosophisch vor sich hin spinnt und teils nichts auf die Reihe kriegt. Stetig nährt sich allerdings die Ungewissheit, ob der überdramatischen Darstellungen. Und als Mifti dann ihr Heft bei ihrer "Intervention" vorgehalten wird, offenbart sich, dass es ihren Geschwistern und Freunden offenbar nicht bekannt ist, was sie da für einen Lebenstil betreibt. Oder eben, welchen Lebenstil sie sich einbildet.
Wenn man dann anfängt zurück zu blättern und sich selbst einbildet, dass Mifti dieses Tagebuch vielleicht als Hilfeschrei verfasst hat - was man bei Tagebüchern, die andere zufällig finden, immer annehmen muss -, dann muss man auch davon ausgehen, dass die Mifti mit ihren Texten vielleicht Parabeln zu ihrem richtigen Leben gezogen hat, teilweise vielleicht sogar ehrliche Einträge verfasst hat, aber einen Schlüssel, um die zu identifizieren hab ich noch nicht gefunden.
In der Schule war ich immer grottig bei Textanalysen. Heute hat sich nur geändert, dass ich weiß, dass ich vermutlich immer falsch liege. Aber wenn es ein Buch gibt, bei dem der Anreiz mitzudenken gegeben ist, ein Buch in das man hineinschreibt, dann gilt dieses Buch für meine Begriffe als literarisch hochwertig. Damit mag ich wieder falsch liegen. Alle Markierungen und Überlegungen mögen falsch sein. Egal. So antreibend wie "Axolotl Roadkill" muss Literatur einfach sein. Und wenn man es an der Qualität des Ansporns misst, dann ist es Große.
Lost: Geheimnisse und Antworten Abschlussliste
Flimmerkiste von Hendrik
am
Samstag, 28. August 2010 13:39
Viele offene Fragen begleiten das Ende der Serie »Lost«. Mit der dieser Tage erscheinenden DVD- und BlueRay-Box werden im Epilog, der nicht Teil der Serie war, noch ein paar weitere Fragen beantwortet. Beispielsweise wie es mit Walt weitergeht und woher die scheinbar von einem Flugzeug abgeworfenen Lebensmittelrationen kamen. Ein Leser von DarkUFO hat sich hingesetzt, sich mehrmals durch die Serie gesehen und eine ausführliche Liste aller Geheimnisse und deren Antworten, sofern vorhanden, erstellt. Dies schließt auch den Epilog ein, der "The New Man in Charge" heißt und immer mal wieder bei YouTube auftaucht und wieder gelöscht wird. Sofern ihr diese 11 Minuten »Lost« noch nicht gesehen habt, solltet ihr vielleicht nicht in das folgende Dokument rein sehen.
Lost - Mysteries and Answers - Complete and Final List
Lost - Mysteries and Answers - Complete and Final List
Bildungsfernsehen in den Niederlanden
Flimmerkiste von Hendrik
am
Mittwoch, 18. August 2010 20:44
Während ich dies schreibe läuft im Hintergrund das niederländische Comedy Central. Die Serie »Psych« wird gezeigt, zur besten Sendezeit, was hier offenbar 20:30 Uhr ist. Auf RTL5 kommt »She's the Man«. Auf SBS6 kommt »Norbit«. RTL7 zeigt »The League of Extraordinary Gentleman«. Der Sender NET5 bringt »Chocolat«. Veronica zeigt »Criminal Minds«. Auf RTL8 läuft der Film »Head Above Water«. Was schonmal eine ziemlich gute Auswahl für einen Fernsehabend ist, ist aber gleich doppelt großartig: Alle Programme werden auf Englisch und mit niederländischen Untertiteln ausgestrahlt. Zusammengefasst - und jetzt mal aufmerken - zeigen sieben von 20 Sendern, die per DVB-T zur Verfügung stehen, Serien oder Filme im O-Ton. Sieben!
Muss man sich wirklich noch fragen, warum die Niederländer durch die Bank viel besseres Englisch sprechen als Deutsche? Weil Beispielsweise auch Sendungen für Jungendliche, wie »Hotel Zack & Cody«, zum großen Teil in der Originalfassung ausgestrahlt werden. Wie mir berichtet wurde, hat sich das Kinderprogramm in den letzten Jahren zwar in dieser Hinsicht verändert, aber nehmen wir nur mal an, dass Nick Deutschland diese eine Serie im Original ausstrahlen würde. Abgesehen davon, dass keiner mehr einschalten würde, was würde das für eine Wirkung auf die sprachlichen Entwicklungsmöglichkeiten derer haben, die einschalten?
Wer öfters mal auf diesem Blog mitliest wird schon festgestellt haben, dass ich nichts von deutschem Fernsehen halte. Das niederländische Fernsehprogramm zeigt mir nur einmal mehr, was mit dem Deutschen so falsch läuft. Mit deutschen Augen gesehen, würde bei mir Comedy Central hier in den Niederlanden glatt als Bildungssender durchgehen. Der Sender läuft auch hier nur halbtags und zeigt ausschließlich Serien - nun beginnt die US-Version von »The Office« und ab 22:00 Uhr kommt »My Name is Earl«.
In einem Abend hat der Sender damit mehr für die sprachliche Bildung getan als die deutschen Dritten und Öffentlich-Rechtlichen. Selbst wenn die eine Nacht lang einen Telekolleg Marathon ansetzen würden, wäre der Vorsprung nie mehr einzuholen. Ich liebe die Niederlande.
Muss man sich wirklich noch fragen, warum die Niederländer durch die Bank viel besseres Englisch sprechen als Deutsche? Weil Beispielsweise auch Sendungen für Jungendliche, wie »Hotel Zack & Cody«, zum großen Teil in der Originalfassung ausgestrahlt werden. Wie mir berichtet wurde, hat sich das Kinderprogramm in den letzten Jahren zwar in dieser Hinsicht verändert, aber nehmen wir nur mal an, dass Nick Deutschland diese eine Serie im Original ausstrahlen würde. Abgesehen davon, dass keiner mehr einschalten würde, was würde das für eine Wirkung auf die sprachlichen Entwicklungsmöglichkeiten derer haben, die einschalten?
Wer öfters mal auf diesem Blog mitliest wird schon festgestellt haben, dass ich nichts von deutschem Fernsehen halte. Das niederländische Fernsehprogramm zeigt mir nur einmal mehr, was mit dem Deutschen so falsch läuft. Mit deutschen Augen gesehen, würde bei mir Comedy Central hier in den Niederlanden glatt als Bildungssender durchgehen. Der Sender läuft auch hier nur halbtags und zeigt ausschließlich Serien - nun beginnt die US-Version von »The Office« und ab 22:00 Uhr kommt »My Name is Earl«.
In einem Abend hat der Sender damit mehr für die sprachliche Bildung getan als die deutschen Dritten und Öffentlich-Rechtlichen. Selbst wenn die eine Nacht lang einen Telekolleg Marathon ansetzen würden, wäre der Vorsprung nie mehr einzuholen. Ich liebe die Niederlande.
Man muss wohl auf hohem Niveau nörgeln um sich von der Masse abzusetzen. Denn die Masse mag „Inception“, den neuen Film von Christopher Nolan. Es scheint fast ausschließlich darum zu gehen, hohe Besucherzahlen zu generieren, wenn man den Film öffentlich Scheisse findet. In der ImdB ist der Film schnell auf den dritten Platz gestiegen, genau wie Nolans vorheriger Film „The Dark Knight“. Die Kritiker jubeln, weil sich ein komplexer Film als Blockbuster getarnt hat. Die Profilierungssüchtigen schreiben hingegen haltlose Verrisse, um lukrativen Staub auf ihren Blogs aufzuwirbeln.„Inception“ ist deshalb in mehr als einer Weise mit der TV-Serie „Lost“ vergleichbar. Erstens sollte man so wenig wie möglich über die Story des Films verraten. Umgeht - und das ist ein Tipp von mir - jeden Trailer, es nimmt euch ganz klar ein Teil des Films. Die folgende kurze Beschreibung ist hingegen völlig gefahrlos zu lesen. Eine Firma heuert eine Truppe an „Extraktoren“ an, um ihren politischen oder geschäftlichen Gegner geheime Informationen aus deren Kopf zu klauen. Kurz: Industriespionage. Der Einstiegspunkt dafür ist ein Traum der entsprechenden Zielperson. Bekommt man die Information bekommt man Geld; bekommt man sie nicht, wird einem ein Killerkommando auf den Hals gehetzt. Das gilt auch für Cobb (Leonardo DiCaprio), obwohl er zu einem der Besseren seiner Gattung gehört. Ihm bleibt nur die Möglichkeit, eine Übereinkunft mit dem Mann zu treffen, dessen Träume er eben noch durchforstet hat.
Wie das mit der Trauminvasion funktioniert und was überhaupt eine „Inception“ ist wird ausführlich im Film erklärt. Unsinnigerweise ist die Erklärungswut auch einer der Hauptangriffspunkte. Die Hälfte des Films werde mit Erklärungen verschwendet, wird gesagt. Dabei ist doch genau das die Remineszenz an typische Gangsterkomödien, wie Ocean’s Eleven. In der Planung wird ausgekundschaftet, entwickelt, Modelle werden gebaut und die Charaktere der Gangstertruppe werden langsam aufgebrochen. Wenn dann der Überfall beginnt, weiß der Zuschauer üblicherweise nichts von dem, was die Gruppe geplant hat und wird damit letztendlich so überrascht, dass er meinen muss, der Film sei gut.
Wem man wirklich kritisch mit „Inception“ in Verhandlung gehen will, dann damit, dass nur die Person des Cobb wirklich beschrieben und ausgekleidet wird. Alle anderen Darsteller bekommen keine Backstory und auch keinen Antrieb, an dieser Unternehmung teilzunehmen. Außerdem ist besonders die Geschichte der Architektin Ariadne, der die Träume entsprechend der Zielperson formt und ausschmückt, arg dürftig. Wochenlang werden Pläne gezeichnet und Modelle gebaut, nur damit man am Ende nichts von dem geplanten Labyrinth gezeigt bekommt und alles mit einem etwa 10 Meter langen Luftschacht wegerklärt wird. Allerdings wird Nolan für Beides mittlerweile Absicht unterstellt, aber dazu kommen wir gleich noch.
Der zweite Punkt, der „Inception“ der Serie „Lost“ so ähnlich macht ist nämlich, dass es für den Otto-Normalzuschauer eine schöne, spannende Geschichte ist, bei der am Ende nur eine Frage bleibt. Beschäftigt man sich aber mit dem Film, geht man – himmel hilf – mit seinen Fragen ins Internet, eröffnet sich auf einmal eine ganz andere Denkweise und vielleicht auch das Genie von Christopher Nolan, das der schon vor Jahren mit „Memento“ so eindrucksvoll bewiesen hat.
Bis heute kann man für sich nicht alle Fragen dieses Films mit der seltsamen Erzählstruktur beantworten. Der oberflächlichen Story kann man folgen: (Achtung „Memento“ Spoiler) Der Hauptakteur hat sein Kurzzeitgedächtnis verloren und wird seitdem von einem Kerl namens Teddy dafür benutzt, seine schmutzige Arbeit zu übernehmen, in dem er ihm falsche Hinweise legt, die zum Mörder seiner Frau führen sollen. Leonard ist ein Auftragskiller, ohne zu wissen, dass er einer ist, bis er Teddy auf die Schliche kommt und sich selbst falsche Hinweise hinterlässt, um zu dem Schluss zu gelangen, dass er der Mörder seiner Frau ist. Allerdings ist nicht geklärt, ob das woran sich Leonard zu erinnern glaubt, dem entspricht, was wirklich passiert ist. Man fragt sich ob seine Frau wirklich bei dem Überfall, der seine Krankheit verursacht hat, gestorben ist. Oder ob nicht er seine Frau durch eine Überdosis getötet hat, wie der andere Mann mit der gleichen Krankheit, von dem er immer wieder berichtet. Einmal sieht man Leonard seiner Frau Insulin spritzen, dann wieder ihr in den Po zwicken. Was ist wahr und was ist eine Erinnerung, die ihm eingepflanzt wurde?
Das gleiche Fragt man sich nun auch bei „Inception“, obwohl die Offenbarung, dass mehr dahinter stecken könnte viel dezenter von Statten geht. Aus der Frage (Achtung es folgen „Inception“ Spoiler), ob der Kreisel umgefallen ist oder nicht entwickelt sich beim Onlinediskurs sehr schnell die Frage: Ist der Kreisel nicht das Totem seiner Frau? Der Kreisel IST das Totem seiner Frau und für ihn ist es ein Erinnerungstück! Aber was ist sein Totem?
Wie bei jeder Gaunerkomödie erfolgt also auch hier ein finale Twist, der einem den Wind aus den Segeln nimmt. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Erst der schnelle Schnitt zum Schwarz, ohne zu erklären, ob der Kreisel angehalten hat, nachdem er gerade begann ein bisschen unruhig zu laufen. Dann die Erkenntnis, dass mit diesem Schnitt eine völlig neue Meta-Ebene eröffnet wurde.
Das Internet läuft natürlich sofort auf Hochtouren und ermittelt nach Cobbs richtigem Totem. War es der Ehering, den er offenbar immer nur in der Traumwelt getragen hat? Entkräftet, denn er bräuchte das Totem schließlich auch in der richtigen Welt, ein Vorhandensein oder nicht Vorhandensein folgt nicht der gegebenen Beschreibung eines Totems. Sind es vielleicht die Gesichter seiner Kinder? Kann er daran erkennen, dass es sich nicht um einen Traum handelt – aber ist das nicht genauso nicht den Regeln entsprechend?
Also doch die Theorie zur armseligen Charakterbeschreibung der Nebendarsteller. Sind diese vielleicht nur Projektionen seiner Träume, die ihn wieder in die reale Welt zurück bringen sollen; hat er sich quasi Selbst-Inceptioned, um wieder aufzuwachen? Und dann natürlich dieses zentrale Element des Cafés, in der Cobb der Architektin erklärt, dass man sich nie an den Anfang eines Traums erinnern kann, sondern immer mitten drinnen ist. Wenn man sich das vor Augen hält, wie ist Cobb dann aus dem sinkenden Transporter entkommen und wieso findet er sich erst dann wieder, als er im Flugzeug erwacht. Und vor Allem scheinbar ohne an das Köfferchen mit den Betäubungsmitteln angeschlossen zu sein – wenn ich mich recht erinnere.
Man mag fast glauben, dass die üblichen Produktionsfehler, Continuity-Fehler und eine nicht auf allen Ebenen überzeugende Story, ein Eigenleben entwickelt haben. Im Münchner Mathaeser, wo ich den Film gesehen habe, flackerte außerdem das Bild so, als würde es auf einem älteren Projektor abgespielt oder das Filmmaterial sei beschädigt. Aber eigentlich sollte das doch nicht mehr passieren – das ist mir nämlich noch in keinem Film zuvor aufgefallen. Jedenfalls dachte ich den ganzen Film lang: Das muss doch was bedeuten!
Man möchte es dem Internet zuschreiben, dass der Film durch geschickt platzierte Hinweise zu mehr aufgebauscht wird. Aber dann erinnert man sich wieder an „Memento“ und wie detailgetreu Nolan damals gearbeitet hat, bei einer Drehzeit von nur zwei Wochen. Wieso sollte er dann bei einem Film, den er schon seit der Jahrtausendwende im Kopf hatte, wieso sollte er hier so sehr patzen und sich darauf verlassen, dass gute PR den Film zu mehr macht, als er wirklich ist.
Selbst wenn man nicht daran glauben will, dass diese Meta-Ebene geplant war; selbst dann hat man immer noch einen richtig guten Sommerblockbuster gesehen. Soviel muss hier festgestellt werden. Als die Traumebenen kurz vor der Zusammenführung stehen, saß ich aufs äußerste gespannt auf dem Rand meines Kinosessels und es hat sich angefühlt, als würde das ganze Kino von dieser Spannung ergriffen. Der Mann neben mir begann zu reden, dass er es kaum noch aushalten würde, hat mit dem Finger auf die Leinnwand gezeigt. Das hat er auch bei der letzten Szene getan. Er zeigte auf die Stelle, wo gleich der Kreisel zu sehen sein würde.
Vielleicht bekommt „Inception“ auch nur deswegen manchmal schlechte Kritiken, weil sich diese Auflösung des Klimax so seltsam anfühlt. So als wäre da mehr. Und während man beim ersten Anschauen schon abgeschaltet hat wächst beim Abspann und auf dem Nachhauseweg der Gedanke: Diese letzten Szenen, damn it, die muss ich mir nochmal angucken. Obwohl man irgendwie schon weiß, dass uns Christopher Nolan auch dieses Rätsel nicht lösen lassen wird.
Regie, Drehbuch, Produktion: Christopher Nolan
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Ellen Page, Joseph Gordon-Levitt, Ken Watanabe, Tom Hardy, Cillian Murphy, Marion Cotillard, Dileep Rao, Michael Caine
Laufzeit: 148 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Offizielle Homepage: Warner Brothers Inception Seite
Comic-Con 2010: Noch mehr Panels
Flimmerkiste von Hendrik
am
Montag, 9. August 2010 20:19
Bevor ich es wieder verschiebe: Hier schnell die letzten gesammelten Panels der San Diego Comic Con 2010. Es handelt sich jeweils um einen Link auf eine YouTube Playlist.
- Comic Con 2010 Fringe Panel in 5 Teilen
- Comic Con 2010 It's Always Sunny in Philadelphia Panel in 2 Teile (unvollständig)
- Comic Con 2010 Sons of Anarchy Panel in 3 Teilen
- Comic Con 2010 Women Who Kick Ass Panel in 5 Teilen
- Comic Con 2010 Green Lantern Panel in 5 Teilen (ohne Seth Rogen)
- Comic Con 2010 Burn Notice Panel in 6 Teilen
- Comic Con 2010 Stargate: Universe Panel in 5 Teilen
- Comic Con 2010 Warehouse 13 Panel in 4 Teilen (ohne Rockne S. O'Bannon)
- Comic Con 2010 Psych Panel in 5 Teilen
- Comic Con 2010 Fringe Panel in 5 Teilen
- Comic Con 2010 It's Always Sunny in Philadelphia Panel in 2 Teile (unvollständig)
- Comic Con 2010 Sons of Anarchy Panel in 3 Teilen
- Comic Con 2010 Women Who Kick Ass Panel in 5 Teilen
- Comic Con 2010 Green Lantern Panel in 5 Teilen (ohne Seth Rogen)
- Comic Con 2010 Burn Notice Panel in 6 Teilen
- Comic Con 2010 Stargate: Universe Panel in 5 Teilen
- Comic Con 2010 Warehouse 13 Panel in 4 Teilen (ohne Rockne S. O'Bannon)
- Comic Con 2010 Psych Panel in 5 Teilen
Comic-Con 2010: Chuck Panel
Flimmerkiste von Hendrik
am
Dienstag, 3. August 2010 20:04
Offenbar musste NBC Extra noch neuen Ton einspielen, damit man für das Jeffster-Intro keine Lizenzgebühren an Lady Gaga, oder wer auch immer den Song ursprünglich gesungen verbrochen hat, zu zahlen hat. Etwas underwhelming war das in diesem Jahr, aber wie will man "Big Bottom Girls" vom letzten Jahr auch toppen? Das Panel selbst kommt einem sehr kurz vor. Wie man aber an der Laufzeit erkennt, dass Zeit eben verfliegt, wenn man Spaß auf der Comic Con mit der »Chuck« Cast und den Chefautoren hat.
WikiLeaks will 5000 Open Source Java-Projekte veröffentlichen
Grabbeltisch von Hendrik
am
Donnerstag, 29. Juli 2010 08:20
Alle, die keine große Ahnung von Programmierung haben, können das hier ignorieren. Ansonsten müsste man den Gag erklären und damit jeglichen Witz aus dem Witz nehmen. Eigentlich hab ich schon zuviel verraten. Ja, es handelt sich um einem Gag, aber um einen ziemlich Guten.
Wie nämlich gestern mitgeteilt wurde, will WikiLeaks als nächstes großes Ding 5000 Open Source Java-Projekte veröffentlichen und alle als »private« oder »final« definierten Variablen und Methoden auf »public« stellen. Open Source Java-Entwicklern sind entsprechend aufgebracht und greifen das Portal, das jüngst mit der Veröffentlichung von geheimen Dokumenten des US-Militärs in den Nachrichten war, aufgrund dieser Verletzung der Privatsphäre öffentlich an.
Wie nämlich gestern mitgeteilt wurde, will WikiLeaks als nächstes großes Ding 5000 Open Source Java-Projekte veröffentlichen und alle als »private« oder »final« definierten Variablen und Methoden auf »public« stellen. Open Source Java-Entwicklern sind entsprechend aufgebracht und greifen das Portal, das jüngst mit der Veröffentlichung von geheimen Dokumenten des US-Militärs in den Nachrichten war, aufgrund dieser Verletzung der Privatsphäre öffentlich an.
Java programmers around the globe are in a panic today over a Wikileaks press release issued at 8:15am GMT. Wikileaks announced that they will re-release the source code for thousands of Open Source Java projects, making all access modifiers 'public' and all classes and members non-'final'.
Agile Java Developer Johnnie Garza of Irvine, CA condemns the move. "They have no right to do this. Open Source does not mean the source is somehow 'open'. That's my code, not theirs. If I make something private, it means that no matter how desperately you need to call it, I should be able to prevent you from doing so, even long after I've gone to the grave."
— Stevey's Blog Rants
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