Meinungsfreiheit

xkcd_freespeech
(via, source)

22. April 2014 by hendrik
Categories: shorts | Leave a comment

Return of the 90s – Afrob

Direktlink Afrob Kommt

Nach gefühlten zwanzig Revivals der 80er haben wir jetzt wohl endlich mal den Kreis in meine Jugend, die 90er, geschlagen. Besonders im HipHop hat sich das mit den letzten Alben von Sido, Stik Figa & L’Orange, Fatoni & Edgar Wasser oder zuletzt mit Marteria und 3Plusss gezeigt. Ja, sogar Prinz Pi hat im letzten Jahr ein Album abgeliefert, dass wir Kinder des frühen deutschen Rap gefeiert haben (zuhause im Sessel, natürlich).

Nur das mit dem kostenlosen Download, das ist aber sowas von 2000er.

06. April 2014 by hendrik
Categories: music | Tags: , , , , , , | Leave a comment

Attersee

Direktlink Flowin’ Immo – Pinke Pinke

06. April 2014 by hendrik
Categories: music, shorts | Tags: | Leave a comment

R.I.P. Frankie Knuckles

01. April 2014 by hendrik
Categories: music | Tags: | Leave a comment

De:Bug

15_zeitung_debug_covers

Die De:Bug und ich; wir haben eine lange Beziehung. Es ist jetzt 16 Jahre her, dass ich mir die ersten Ausgabe der Zeitung gekauft habe. Es muss zum Teil daran gelegen haben, dass ich damals noch Grafiker werden wollte und mir die Zeitung mit der Erklärung schmackhaft gemacht wurde, dass sie das Zeitschriftendesign neu erfinde. Im Zeitungsformat versteckte die De:Bug nicht nur Magazin-Layouts und komplizierte Texte für die ich viel zu jung war, sondern auch eine der schönsten Serifenschriften, die ich bis dahin gesehen hatte. Weder der Begriff Debugging noch der Klang von Indie-Elektro war mir geläufig. Trotzdem wollte ich mehr von diesen elektronischen Lebensaspekten wissen, denen ich mich so nah fühlte. Ich hatte immerhin Zugang zum Internet. Aber eigentlich verliebte ich mich in die Serifenschrift.

Die Serifen wurde schon vor Jahren durch zugänglichere Schrift ersetzt. Auch das Format der Zeitung blieb nicht lange bestehen und wurde von einem etwas übergroßem Magazinformat abgelöst. Eine Zeitung blieb die De:Bug für mich dennoch immer. Das einzige was nicht glattgeschliffen wurde war die Verfügbarkeit im kleinen Zeitschriftenladen und die starke Fixierung auf Berlin. Das Internet ist bis heute eher das unerwünschte Stiefkind der De:Bug. Die erste experimentelle Webseite war ihrer Zeit weit voraus und auf der extra eingerichteten Mailingliste unterhielten sich fast ausschließlich die gleichen zehn Personen, davon fünf Autoren. Der Bruch erfolgte für mich nach einer Schimpftirade über Berlin, die eigentlich an die Liste gehen sollte, die ich aber ausversehen nur an Sascha “bleed” Kösch schickte. Danach führte mein Weg – auch aus Scham – immer seltener zur Bahnhofsbuchhandlung und nur manchmal habe ich zuletzt eine Ausgabe mitgenommen, wie wenn man verstohlen nach einer Ex-Freundin googeled.

Trotzdem tut es weh, wenn man liest, dass es damit vielleicht auch bald vorbei ist (aber auch, wenn man auf einmal einem jungen Kerl bei Soundcloud ins Gesicht sieht, der angeblich dieser legendäre “bleed” sein soll). Aber besonders dieses Bild über dem Blog-Eintrag zum Abschied, mit dem Foto der Erstausgabe schmerzt. Da ist sie wieder, diese Serife, die man nie ganz vergessen hat. Sie bleibt auch wenn das Projekt nicht mehr, oder nur im Web, weiterexistiert. Sie ist noch da, wie die Musik, die man mit der De:Bug erst entdeckt hat. Das ist die Zeitung, die die eigenen elektronischen Lebensaspekte erst formte. Und, ja, auch Berlin ist noch da. Ich war erst zweimal dort und hab leider überhaupt keine Musik gehört. Jetzt dann sowieso.

12. March 2014 by hendrik
Categories: music | Tags: | Leave a comment

Bully macht Kaka

bully1

Man kennt viele Verschwörungstheorien: Die Mondlandung wurde in einem Filmstudio produziert, in Area 51 lagert die US-Regierung außerirdische Technologie und Bully macht Buddy wurde vor Publikum aufgezeichnet. Wie bei einer guten Verschwörung üblich gibt es sogar ein verwackeltes Beweisfoto. Angeblich sehen wir hier eine Aufnahme von Bully, The Boss Hoss und dem Yeti bei einer Aufzeichnung der Sitcom in München. Lachhaft. Dabei stammt das Bild sogar von meinem eigenen Mobiltelefon.

Ich möchte aber nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die erste Folge der Serie tatsächlich vor Publikum aufgezeichnet wurde. In der Ausstrahlung wirkten die Farben stark überstrahlt, wie wenn man zu viel Kontrast zugegeben hätte, und der Ton klang besonders bei den eingespielten Lachern wie eine Blechdose. Dazu kommt, dass ich beim dritten Aufzeichnungstermin im Publikum saß, aber die vierte Folge produziert worden ist. Es wäre zwar möglich, dass die Pilotfolge erst später aufgenommen wurde, nachträglich lies sich aber nicht mehr feststellen, wie viele Termine insgesamt für die Produktion angesetzt waren. Auffällig ist es trotzdem, dass die Qualität von Bild und Ton in den späteren Episoden besser ist. Dem Gegenüber nahm der Spaß leider von Woche zu Woche der Ausstrahlung ab. Nicht nur wegen der ewigen Diskussion darüber, ob die Serie wirklich vor Publikum aufgenommen worden ist, aber besonders ob der verschenkten Möglichkeiten und der verlorenen Zukunft deutscher Sitcoms.

Es gibt einen bekannten Gradmesser für das Versagen des Senders: Wenn die Trailer bereits alle witzigen Stellen zeigen. ProSieben erreicht hier ohne Weiteres den roten Bereich. Nicht nur die besten Gags, sondern auch die Charakterentwicklung wird schon vorab ohne Rücksicht auf Verluste laut rausposaunt. So kannte man schon vor der vierten Folge die Susi und Strolch Anspielung zwischen Aida und Daniel. Beinahe wäre sogar der letzte, große Gag verraten worden, von dem ich noch großspurig in meinem letzten Eintrag zur Sendung gesprochen hatte. Damit lassen sich alleine aber nicht die stark schwindenden Zuschauerzahlen erklären.

Den einzigen Fehler, dem man Bully unterstellen möchte ist, dass er sich offenbar von keinem sagen hat lassen, dass eine Persiflage auf eine Sitcom in einer Sitcom nicht funktioniert. Woran soll man aber auch erkennen, dass es nicht lustig ist, jemand unlustig sein zu lassen. Man verrät als Publikum da schnell seine Ideale und versucht die Aufführung auf Biegen und Brechen lustig zu finden. Das gibt das Format aber auch vor: Vom Publikum wird verlangt, auch bei mehrmaliger Wiederholung über die gleichen Gags zu lachen. Es war auch nicht zu erkennen, dass die Rückmeldung vom Publikum wahrgenommen wird. Lediglich Rick Kavanian wandelte seine Texte ab, wenn er erkannte, dass diese nicht richtig funktionieren. Was aber tatsächlich auffällt ist, dass die Lacher offenbar nicht nachträglich aufbereit wurden (oder zumindest nicht gut). In besagter vierter Episode lässt sich Gisa Flake im knappen Dienstmädchenoutfit auf Bullys Couch fallen. Warum das Publikum an dieser Stelle lacht lässt sich für den Fernsehzuschauer nicht nachvollziehen. Die Vorgeschichte kennt nämlich nur das Publikum der Aufzeichnung. In den zwei nicht verwendeten Aufnahmen zuvor ließ sich Aida breitbeinig auf die Couch fallen, was gewollt offenherzige Einblicke gewährte. Erst vor der schließlich verwendeten Aufnahme wies die Regieassistenz Gisa darauf hin, die Beine geschlossen zu halten. Bully kommentierte das mit “… aber das war doch schon immer so”. Woraufhin Gisa meint, dass die Regie “es jetzt nicht mehr sexy fände”. Als sich das Publikum nach mehreren Minuten wieder beruhigt hatte, konnten die Aufnahmen weitergehen.

Die typisch deutschen Probleme bestimmen am Ende eben auch diese Produktion. Das Problem mit der Kameraposition kennen wir schon vom schrecklichen Versuch, ein deutsches IT Crowd zu machen – sprechen wir besser nicht drüber. Aber auch diese Gängelung durch Szenenübergänge wie “Kurze Zeit später in Bullys Wohnung” sind so typisch für deutsche Fernsehmacher, dass einem beim Zusehen die Galle hochkommt. Damit auch die Oma beim Bügeln mitbekommt, worum es geht. Und wessen Kind war eigentlich dieser Typ im Aufzug? Die Aufzugszenen wurden nicht vor Publikum aufgenommen, die Frage ist nur, ob das der späten Uhrzeit und dem Alter des “Schauspielers” geschuldet war. Denn diese belanglosen, höchstwahrscheinlich nicht von Bully geschriebenen Rohrkrepierer-Szenen wären das Erste was man hätte weglassen müssen. Müssen! Das lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass da ein Geldgeber unbedingt seinen Jungen im Fernsehen unterbringen wollte. Ganz ehrlich: Da wäre es mir lieber gewesen, wenn alle Darsteller in jeder der sechs Folgen konstant Müsli gegessen hätten. Das hätte die Zukunft deutscher Sitcoms wenigstens nicht um Jahre zurückgeworfen.

Zugegeben, bis zu dieser Serie hatte das Sitcom-Format in Deutschland überhaupt keine Zukunft. Vielleicht finden sich jetzt doch Produzenten, die es besser machen wollen. Dann aber bitte frei von einem Sender, der seine Finger nicht bei sich behalten kann. Hab gehört es gibt da was Neues, wo man mit eigenproduziertem Videomaterial sogar Geld verdienen kann. Kennt aber kaum jemand: YouTube.

25. February 2014 by hendrik
Categories: articles, tv | Leave a comment

← Older posts